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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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ten Morgen. Wenn sich Abends dein Auge zumerquicklichen Schlummer schliesset: gute Nacht.Wenn du mit gesunden Appctit dich zur Mahlzeit seBest, sagt er: wohl bekomms. Wenn du eineGefahr noch zu rechter Zeit entdeckt, so sagt er,Nimm dich in Acht junges Kind, oder al-tes Kind und kehre lieber wieder um.Wenn du am schönen Maitag im Bluthendust undLerchengesang spazieren gebst, und es ist dir wohl,sagt er: Sey willkommen in meinem Schlofgarten. Oder du denkst an nichts und es wird dirauf einmal wunderlich im Herzen, und naß in denAugen, und denkst, ich will doch anders werden, alsich bin, so sagt er: Merkst du wer bei dir ist?Oder du gehst an einem offnen Grab vorbey, und esschauert dich, so denkt er just nicht daran, daß dulutherisch oder reformirt bist, und sagt: Gelobtsey Jesus Christ! Also grüßt Gott manchen, derihm nicht antwortet und nicht dankt.

Man muß mit den Wolfen heulen. Dasheißt: Wenn man zu unvernünftigen Leuten kommt,muß man auch unvernünftig thun, wie sie. Merke:Nein! Sondern erstlich, du sollst dich nichtunter die Wolfe mischen, sondern ihnen aus dem Weggehn. Zweitens, wenn du ihnen nicht entweichenkannst, so sollst du sagen: Ich bin ein Mensch und feinWolf. Ich kann nicht so schön beulen, wie ihr. Dritstens: Wenn du meynst, es sey nimmer anders vonihnen loszukommen, so will der Hausfreund erlauben,ein oder zweimal mit zu bellen, aber du sollst nicht mitihnen beißen, und andrer Leute Schafe fressen. Sonst