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Aber der Fremde sagte ganz kaltblütig und gelassen.„ Ich hab ihn euch für falsch verkauft. Diese Herren hier sind Zeugen. Der Ring ist euer. Hab icheuch ihn angeschwäst, oder habt ihr ihn mir abge-schwätzt? Alle Anwesenden mußten gestehen:" Iaer hat ihm den Stein für falsch verkauft, und gesagtder Ning ist eucr." Also mußte der Jud den Ring behalten, und die Sache wurde nachher unterdrückt.
Das schlaue Måd che it.
In einer großen Stadt hatten viele reiche undvornehme Herren einen lustigen Tag. Einer von ih-nen dachte:„ Könnt ihr heute dem Wirth und denMusikanten wenigstens 1500 Gulden zu verdienen ge-ben, so könnt ihr auch etwas für die liebe Armuthsteuren. Also kam, als die Herren am fröhlichstenwaren, ein hübsches und nett gekleidetes Mädchen miteinem Teller, und bat mit süßen Blicken und liebemWort um eine Steuer für die Armen. Jeder gab,der eine weniger, der andere mehr, je nachdem derGeldbeutel beschaffen war und das Herz. Denn kleisner Beutel und enges Herz gibt wenig. Weiter Beustel und großes Herz gibt viel. So ein Herz hattederjenige, zu welchem das Mägdlein jest kommt.Denn als er ihm in die hellen schmeichelnden Augenschaute, gieng ihm das Herz fast in Liebe auf. Deswegen legte er zwei Louisd'or auf den Teller undsagte dem Mågdlein ins Ohr:" Für deine zweyschönen blauen Augen. Das war nemlich sogemeint: Weil du schöne Fürbitterin für die Arsmen, zwey so schöne Augen hast, so geb ich den Ar-