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Da stand der Gast vom Spieltisch auf und fragte:für was sieht denn der Herr mich an?" Der Fremdefagte: für einen Flegel." Darauf fagte der Gast:„ das danke dem Herrn auch ein anderer. Ich merke, daß wir einander beide für den Un-rechten angesehen haben." Als aber die an-dern Gåste merkten, daß doch auch in einem feinenRock ein grober Mensch stecken könne, setzten sie alledie Hüte wieder auf, und der Fremde konnte nichtsmachen, als ein andermal manierlicher seyn.
Die falsche Sch& hung.
Reiche und vornehme Leute haben manchmal dasGlück, wenigstens von ihren Bedienten die Wahrheitzu hören, die ihnen nicht leicht ein anderer sagt.
Einer, der sich viel auf seine Person und auf sei-nch Werth, und nicht wenig auf seinen Kleiderstaateinbildete, als er sich eben zu einer Hochzeit angezogenhatte, und sich mit feinen fetten rothen Backen imSpiegel beschaute, dreht er sich vom Spiegel um undfragt seinen Kammerdiener, der ihn von der Seite berwohlgefällig beschaute:» Nun Thadde, fragte er ihn,wie viel mag ich wohl werth seyn, wie ich da stehe?"Der Thadde machte ein Gesicht, als wenn er ein hal,bes Königreich zu schätzen hätte, und drehte lang dierechte Hand mit ausgestrekten Fingern so her, und sobin. Doch auch fünfhundert und fünfzig Gulden,fagte er endlich, weil doch heut zu Tag alles theurer ist,als sonst." Da sagte der Herr: Du dummer Kerl,glaubst du nicht daß mein Gewand, das ich anhabe,Allein feine fünfhundert Gulden werth it?" Da trat
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