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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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er erst einen guten Fang zu machen. Mit viel Com-plimenten und spizbůbischer Freundlichkeit fragte er:Wie kann man zwey Forellen in drey Pfannen backen,also daß in jeder Pfanne Eine Forelle liege. Dasbrachte abermal keiner heraus und einer nach dem an-dern gab dem Hebräer seinen Zwölfer.

Der Hausfreund hätte das Herz allen seinen Lefern, von Mayland bis nach Koppenhagen die nam-liche Frage aufzugeben, und wollte ein hübsches StückGeld daran verdienen, mehr als am Kalender, derihm nicht viel einträgt. Denn als die Eilfe verlangten, er sollte ihnen für ihr Geld das Räthsel auchauflösen, wand er sich lange bedenklich hin und her,zuckte die Achsel, drehte die Augen.„ Ich bin einarmer Jud," sagte er endlich. Die Andern fagten:Was sollen diese Präambeln? Heraus mit dem Rath-sel! Nichts für ungut!- war die Antwort,

daß ich gar cin armer Júd bin.-- Endlich nachvielem Zureden, daß er die Auflösung nur heranssagen foure, sie wollten ihm nichts daran übel neh-men, griff er in die Tasche, nahm einen von seinengewonnenen Zwölfern heraus, legte ihn auf das Tisch-lein, so im Schiffe war, und sagte: Daß ichs auchnicht weiß. Hier ist mein 3wölfer!"

Als das die andern hörten, machten sie zwar großeAugen, und meinten, so feys nicht gewettet. Weilsie aber doch das Lachen selber nicht verbeißen konnten, und waren reiche und gute Leute, und der hebräische Reisegefährte hatte ihnen von Kleinen Kems bisnach Schalampi die Zeit verkürzt, so ließen sie esgelten, und der Jud hat aus dem Schiff getragen

das soll mir ein fleißiger Schüler im Kopf ausrech