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unserm Fremdling that niemand diesen traurigenDienst der Liebe und Freundschaft an, bis Abends einjunges Ehepaar, Arm in Arm, auf einem Spaziergang von ungefähr über den Richtplat wandelte, undim Vorbeygeben nach dem Galgen schaute. Da fieldie Frau, mit einem lauten Schrey des Entsetzens,in die Arme ihres Mannes:» Barmherziger Himmel,da hängt unser Bruder! Aber noch größer wurdeder Schrecken, als der Gehenkte bey der bekanntenStimme seiner Schwester die Augenlieder aufschlug,Denn er lebteund die Augen fürchterlich drehte
noch, und das Ebepaar, das vorüber gieng, war dieSchwester und der Schwager. Der Schwager aber,der ein entschlossener Mann war, verlor die Befitsnung nicht, sondern dachte in der Stille auf Rettung.Der Platz war entlegen, die Leute hatten sich verlaufen, und um Geld und gute Worte gewann er einpaar beherzte und vertraute Pursche, die nahmenden Gehenkten, mir nichts dir nichts, ab, als wennsie das Recht dazu hätten, und brachten ibn glücklichund unbeschrieen in des Schwagers Haus. Dortward er in wenig Stunden wieder zu sich gebracht,befam ein kleines Fieber, und wurde unter der liebenPflege seiner getrösteten Schwester bald wieder völliggesund. Eines Abends aber sagte der Schwager zuihm: Schwager! ihr könnt nun in dem Land nichtbleiben. Wenn ihr entdeckt werdet, so könnt ihr nocheinmel gehenkt werden, und ich dazu. Und, wennauch nicht, so habt ihr ein Halsband an eurem Halsgetragen, das für euch und euere Verwandten cinschlechter Staat war. Ihr müßt nach Amerika. Dortwill ich für euch sorgen. Das sab der gute Jüngling