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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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komme, bey einer Verwandten ein Stülein, wezwey Better stehen. Meine Base wird euch schon beherbergen, und morgen könnt ihr euch alsdann nacheures Schwagers Haus erfundigen, wo ihrs besserfinden werdet." Das ließ sich der junge Mensch nichtzweymal sagen. Sie tranken bey der Frau Base nocheinen Krug engliches Bier, aßen eine Knakwurst daszu, und legten sich dann schlafen. In der Nacht-kam den Fremden eine Nothdurft an, und mußt hin-aus gehn. Da war er schlimmer dran, als nochnie. Denn er wußte in seiner dermaligen Nachthersberge, so klein sie war, so wenig Bericht, als einpaar Stunden vorher in der großen Stadt. ZumGlück aber wurde der Condukteur auch wach, undsagte ihm wie er gehen müsse, links und rechts, undwieder links.„ Die Thüre, fuhr er fort, ist zwarverschlossen, wenn ihr an Ort und Stelle kommt,und wir haben den Schlüssel verloren. Aber nehmtin meinem Rockelor Sack mein großes Messer mit,und schiebt es zwischen dem Thurlein und dem Pfossten hinein, so springt inwendig die Falle auf! Gehtnur dem Gehör nach! Ihr hört ja die Themse rausschen, und zieht etwas an, die Nacht ist falt." DerFremde erwischte in der Geschwindigkeit und in derFinsterniß das Camisol des Condukteurs, statt desseinen, zog es an, und kam glücklich an den Platz.Denn er schlug es nicht hoch an, daß er unterwegscinmal den Nang zu kurz genommen hatte, so, daßer mit der Nase an ein Eck anstieß, und wegen denthizzigen Bier, so er getrunken hatte, entsetzlich blu-tete. Allein, ob dem starken Blutverlust und derVerkältung bekam er eine Schwäche, und schlief ein.