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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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niemand zu leid, dachte nur darauf, den Wohlstandder Unterthanen zu vermehren, wurde deßwegen vonallen Mächten in Ehren gehalten. Als aber im Jahr1807. der Engländer sab, daß Rußland und Preußenvon ihm abgegangen sey, und mit dem Feind Friesden gemacht habe, und, daß die Franzosen in allenHäfen und festen Pläßen an der Ostsee Meister sind,und die Sache schlimm gehen kann, wenn sie auchnoch sollten nach Danemark fommen, sagte er feinWort, sondern ließ eine Flotte auslaufen, und nie.mand wußte wohin. Als aber die Flotte im Sundund an der dänischen Küste und vor der königlichenHaupt- und Residenzstadt Koppenhagen stand, undalles sicher und ruhig war, so machten die Englån-der Bericht nach Koppenhagen hinein:» Weil wir sogute Freunde zusammen sind, so gebt uns gutwillig.bis zum Frieden eure Flotte, damit sie nicht in desFeindes Hände kommt, und die Festung. Denn eswäre uns entfeßlich leid, wenn wir euch müßten dieStadt über dem Kopf zusammen schießen. Als wennein Bürgersmann oder Bauer mit einem andern einenProzeß hat, und kommt in der Nacht mit seinen Knech-ten einem Nachbarn vor das Bette, und sagt:„ Nach-bar, weil ich mit meinem Gevattermann einen Prozeßbabe, so müßt ihr mir bis Ausgangs der Sache eureNosse in meine Verwahrung geben, daß mein Gegenpart nicht kann darauf zu den Advokaten reiten,sonst zund ich euch das Haus an, und müßt mir er-lauben, daß ich an der Straße mit meinen Knechtenin euer Kornfeld stebe, auf daß, wenn der Gevatter-mann auf seinem eigenen Noß zum Hofgericht reitenwill, so verrenn ich ihm den Weg." Der Nachbar