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dem König von Preußen auf Besuch. Beyde Poten-taten standen in gewöhnlicher Kleidung, ohne Begleistung, Hand in Hand, als zwey rechte gute Freunde, bey einander am Ufer. So etwas sieht mannicht alle Tage. Der Fremde dachte auch nicht dran,sondern gieng ganz treuberzig auf sie zu, meynte esfeyen zwey Kaustente, oder andere Herren aus derGegend, und fieng ein Gespräch mit ihnen an, warbegierig allerley Neues zu hören, das seit seiner AV-wesenheit sich zugetragen habe. Endlich, da die beyden Monarchen sich leutselig mit ihm unterhielten,fand er Veranlassung, den Einen auf eine höflicheArt zu fragen, wer er sev.„ Ich bin der König vonPreußen," sagte der eine. Das fam nun dem fremsden Ankömmling schon ein wenig sonderbar vor. Dochdachte er, es ist möglich, und machte vor dem Könige ein ehrerbietiges Compliment. Und das war ver-nünftig. Denn in zweifelhaften Dingen muß manimmer das Sicherste und Beste wählen, und liebereine Höflichkeit aus Irrthum begehen, als eine Grobheit. Als aber der König weiter sagte, und auf sei-nen Begleiter deutete:„ Dieß ist Se. Majestät derrussische Kayser," da wars doch dem ehrlichen Mann,als wenn zwey lose Vögel ihn zum Besten haben woll-ten, und sagte: Wenn ihr Herren mit einem ehrlichen Mann euern Spaß haben wollt, so sucht einenandern als ich bin.» Bin ich deswegen aus Westindien hierher gekommen, daß ich euer Narr sey?-Der Kanser wollte. ihn zwar versichern, daß er allerdings derjenige sey. Allein der Fremde gab kein Ge-bor mehr. Ein russischer Spaßvogel möget ihr seyn,"sagte er. Als er aber nachher im grünen Baum die