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dann tritt zulegt ein anderes Sprichwort ein, daßder Krug so lange zum Brunnen gehe,bis er bricht.
12.
Nun kommen zwey Sprichwörter und die sind beyde wahr, wenn sie schon einander widersprechen. Vonzwey unbemittelten Brüdern hatte der eine keine Lustund keinen Muth etwas zu erwerben, weil ihm dasGeld nicht zu den Fenstern hineinregnete. Er sagteimmer: Wo nichts ist, kommt nichts hin.Und so war es auch. Er blieb sein Lebenlang derarme Bruder Wonichts ist, weil es ihm nie derMühe werth war, mit einem kleinen Ersparnis denAnfang zu machen, um nach und nach zu einem größfern Vermögen zu kommen. So dachte der jüngereBruder nicht. Der pflegte zu sagen: Was nichtist, das kann werden. Er hielt das Wenige,was ihm von der Verlassenschaft der Eltern zu Theilworden war, zu Rath, und vermehrte es nach undnach durch eigenes Ersparnis, indem er fleißig arbeitete und eingezogen lebte. Anfänglich gieng es hartund langsam. Aber sein Sprichwort: Was nichtist, kann werden, gab ibm immer Muth undHoffnung. Mit der Zeit gieng es besser. Er wurdedurch unverdrossenen Fleiß und Gottes Segen nochein reicher Mann, und crnábrt jezt die Kinder desarmen Bruders Wonichts ist, der selber nichts zubeissen und zu nagen hat.