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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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fich ganz kurz so: Im Sommer bey anhaltend trocknerSize zieht sich eine Art von Landfröschen in benachbarte Wälder und Buschwerke zurück, weil sie dorteinen fühlern und feuchtern Aufenthalt haben, undverhalten sich ganz stille und verborgen, so daß sie niesmand bemerkt. Wenn nun ein sanfter Regen fällt,so kommen sie in zahlreicher Menge wieder hervor,und erquicken sich in dem nassen, fühlen Gras. Weralsdann in einer solchen Gegend ist und auf einmal soviele Fröschlein sieht, wo doch kurz vorher fein einsziges zu sehen war, der kann sich nicht vorstellen,wo auf einmal so viele Frösche herkommen; und dabilden sich einfältige Leute ein, es habe Frösche ge-regnet. Denn aus lieber Trägheit läßt man eher dieunvernünftigsten Dinge gelten, als man sich die Müshe giebt, über die vernünftigen Ursachen dessen nach-zudenken oder zu fragen, was man nicht begreifen kann.

4.

Steinregen.

Aber mit dem Steinregen verhält es sich anderst.Das ist keine Einbildung. Denn man hat darüber viesIc alte glaubwürdige Nachrichten und neue Beweise,daß beld einzelne schwere Steine, bald viele mit ein-ander von ungleicher Größe, mir nichts, dir nichts,aus der Luft herabgefallen sind. Die älteste Nach-richt, welche man von solchen Ereignissen hat, reichtbis in das Jahr 462. vor Christi Geburt. Da fiel inThracien, oder in der jetzigen türkischen ProvinzRumi, ein großer Stein aus den Lüften herab, undfeit jener Zeit bis jezt, also in 2267 Jahren, hat es,so viel man weiß, 38mal Steine geregnet. 3. 3. imJahr 1492. am 4. November fiel bey Ensisheim ein