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und Spátjahr, wo doch die Gewitter meistens hefft-ger find, wird niemand mehr etwas von Schwefelre=gen seben, weil dann das Blüben ein Ende hat. Daregnen Aepfel, Nüsse, Eicheln zc. von den schwerenAesten der Bäume herab, aber kein eingebildeterSchwefel mehr.
2.
Blut regen.
Im Frübiahr und im Sommer kann es wohl gesschehen, daß man hie und da viel rothe Tropfen, wieRegentropfen, noch naß oder vertrocknet auf demLaub oder auf Gegenständen von hellerer Farbe wahr,nimmt, die auf der Erde liegen, z. B. auf Tuch,das zum Bleichen in Grasgarten ausgebreitet wird.Und weil man nicht begreifen kann, wober das komsmen mag, und weil man lieber etwas unglaubliches,als etwas natürliches glaubt, so faßt mans furz undsagt, es habe Blut geregnet, und das bedeute Krieg.
Allein, wie nicht alles Schwefel ist, was gelb aus-siebt, so ist auch nicht alles Blut, was eine rotheFarbe hat. Dießmal geht die Sache so zu. Auseinem kleinen Ey, das den Winter über irgendwo aneiner Hecke oder an einem Baumzweig klebte, brutetim Frühjahr die Sommerwärme ein kleines lebendiges Rauplein aus. Nach wenig Wochen, wenn sichdie Raupe groß und rund gefressen hat, kriecht sieirgendwo in die Höbe, wenn sie nicht schon oben ist,hängt sich mit dem Hintertheil des Körpers fest, mitdem Kopfe abwarts, streift die Raupenhülle ab, undverwandelt sich in eine eckige Gestalt, die man Puppenennt, ohne Kopf, obne Füße und Flügel. Manfieht dem Ding nicht an, was es seyn und werden