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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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se ich, daß sie mich einst in meinem müden Alter auchnicht verlassen werden." War das nicht artig gesagt,und noch schöner und edler gedacht und gehandelt?Der Fürst belohnte die Rechtschaffenheit des wackernMannes, sorgte für seine Söhne, und der Segen,den ihm seine sterbende Eltern gaben, wurde ihm imAlter von seinen dankbaren Kindern durch Liebe undUnterstügung redlich entrichtet.

Aber ein anderer gieng mit seinem Vater, welcherdurch Alter und Kranklicheit freilich wunderlich geworden war, so übel um, daß dieser wünschte in ein Ar-men- Spital gebracht zu werden, das im nemlichen Ortewar. Dort hoffte er wenigstens bey dürftiger Pflegevon den Vorwürfen frei zu werden, die ihm daheimdie lezten Tage seines Lebens verbitterten. Das wardem undankbaren Sohn ein willkommenes Wort. Ehedie Sonne hinter den Bergen hinabgieng, war demarmen alten Greis sein Wunsch erfüllt. Aber er fandim Spital auch nicht alles, wie er es wünschte. We-nigstens ließ er seinen Sohn nach einiger Zeit bitten,ihm die letzte Wohlthat zu erweisen, und ihm ein paarLeintücher zu schicken, damit er nicht alle Nacht aufblosem Stroh schlafen müßte. Der Sohn suchte die2 schlechtesten, die er hatte, heraus, und befahl seisnem zehnjährigen Kind, sie dem alten Murrkopf insSpital zu bringen. Aber mit Verwunderung bemerk-te er, daß der kleine Knabe vor der Thür eines die.fer Tücher in einen Winkel verbarg, und folglich demGroßvater nur eines davon brachte.„ Warum hastdu das gethan?" fragte er den Jungen bey seiner Zusrückkunft. Zur Aushülfe für die Zukunft," erwiesderte dieser kalt und bösherzig, wenn ich euch, o Ba

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