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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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Geiz und Verschwendung.

Der Geizige rafft Geld und Gut zwecklos zuesammen; der Verschwenoer bringt es zwecklosdurch.

Der Geizige hat keinen, der Verschwender hat einnen unnüßen Genuß von dem Seinigen.

Der Geitige fann auf die goldene Mittelstraffe zusrückkehren, so bald er will; dem Verschwender wirdes immer schwerer, je weiter er sich davon entfernt.

Der Geizige kann, aber er will es selten; derVerschwender möchte oft, aber er kann nicht mehr.

Der eine macht sich Feinde; der andere erwirbtFreunde, die schlim ner find als ein Feind.

Jenen peinigt der Wunsch, immer weiter zu kommen; diesen die Reue, daß er schon so weit gekom.men ist.

Geiz ist die Wurzel alles Uebels; Verschwendungist ein Baum voll bitterer Früchte.

Den Geizigen verzehrt die Sorge, den Verschwensder die AusschweifungJenen lohnt am Ende die

Furcht; diesen der Kummer.

Nicht selten wird der jugendliche Verschwendernoch ein geiziger Greis.

Sehr oft kommt das Vermögen geiziger Sammsler an verschwenderische und im eigentlichen Sinne,lachende Erben.

Kindesbank und Undank.

Man findet nar oft, wenn man ein wenig auf-merksam ist, daß Menschen im Alter von ihrenKindern wieder eben so behandelt werden, wie sie