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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
Seite
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räthselhaften Stein in der Tasche stand unter den Zu-schauern eben auch da, und erkannte seinen Beleidiger. Jezt fuhr er schnell mit der Hand in die Ta-fche; jest griff er nach dem Stein; jest hob er ihnschon in die Höhe, um ihn wieder nach seinem Besleidiger zu werfen, und wie von einem guten Geistgewarnt, ließ er ihn wieder fallen, und gieng miteinem bewegten Gesicht davon.

Daraus fann man lernen: Erstens man soll imGlück nicht übermüthig, nicht unfreundlich und be-leidigend gegen geringe und arme Menschen seyn.Denn es kann vor Nacht leicht anders werden,als es am frühen Morgen war, und wer dir alsFreund nichts nußen kann, der kann vielleicht alsFeind dir schaden." Zweitens, man soll seinem Feindfeinen Stein in der Tasche, und keine Rache im Herzen nachtragen. Denn als der arme Mann den seisnen auf die Erde fallen ließ und davon gieng, spracher zu sich selber so: Nache an dem Feind auszuüben,so lange er reich und glücklich war, das war thörichtund gefährlich; ießt wo er unglücklich ist, wäre esunmenschlich und schändlich."

2.

Ein anderer meinte, es sen schön, Gutes zu thunan seinen Freunden, und Böses an seinen Feinden.Aber noch ein anderer erwiederte, das sey schön, anden Freunden Gutes zu thun, und die Feinde zwFreunden zu machen.

3.

Es ist doch nicht alles so uneben, was die Morgenlander sagen und thun.

Einer, Namens Lockmann, wurde gefragt, wo er