1092 DI-E. Nr. 3131-3134.
Dürer, beide in Mcdailkmform. Letzteres beschreibt Heller S. 333No. 77, erwähnt ader nicht, in welchem Buche das Blatt vorkomme.Die lange Beischrift ist von Arnold Möller, welcher auch seinenNamen hinzufügte. Dieser Möller kommt im Künstlcr-Lcxicon IX.S. 342 als Kupferstecher vor, es stellt sich aber jetzt heraus, dasser Mathematiker und Schreibmeister in Lübeck war. Im ersten Thoilodos Schrcibstübclein kommt sein Bildniss vor, mit der Umschrift:Arnold Möller Arithm. Lubecensis, natu* MDCLXXXI. Diese Jahrzahlist unrichtig, und soll 16(il heissen. Aus dem Chronostichon mit derDcdication an die Obrigkeit in Lübeck geht die Jahrzahl iGMi hervor.Das Format des Buches ist kl. qu. 4.
3131. Johann David Donnhäuser, Formschneidor zu Frankfurte~tt am Main, lieferte in der zweiten Hälfte dos vorigen Jahrhunderts<2&/ viele Blätter, welche jenen Ungcrs an die Seite gesetzt werdenkönnen. Von ihm ist wahrscheinlich die mit dem gegebenen Zeichenverscheno Titclvignctte folgenden Werkes: Apologia Wcilariensis. Oderbesser tolidirt- und documentirte Geschieht»-Erzählung von dem ganlzenVerlauft du ab Seiten des lloehfürsllichen llausses Ilesscn-Darmstadt gegendie Heichs-Stadt Wetzlar verhängten Militärischen Veberzugs. Wetzlart7QH , fol. Die Vignetto stellt den gekrönten Adler in einer Ein-fassung von Palmen und Lorbeerzweigen vor.
3132. J. D. Kolbe, Zeichner und Maler, war um 1777 — 1800 in.!_ Danzig thätig. Er malte Blumen, Früchte und Thicro in Deck-k^\ färben, und erlangte damit grossen Beifall. Man findet noch13s. . Bilder dieser Art in der genannten Stadt. Auf einem grossen
Vichstücko im Besitze des Herrn I'farrors A. Mundt in Kaesemarr beiDanzig steht das obige Zeichen. Kolbe war ein trefflicher Zeichner.Um 1777 zeichnete er für die Schriften der naturforschendon Gesell-schaft in Danzig Südscemuscheln.
3133. Samuel Donnet, nicht Daniel Schultz, heisst der No. 1358|\ >p\ eingeführte Träger dieses Zeichens. Er stach Blätter für das^J/ *ks erwähnte Museum Gottwaldianum, und fügte auf denselbendas Zeichen bei. Auch die Initialen S.I):S. kommen auf solchen vor.S. Donnet stach aber auch noch verschiedene andere Blätter, welchemit dem einen oder dem anderen der obigen Monogramme vorsehensind. Das Weitcrc sicho No. 1358.
3134. Der Heister des Danzlger Dombildes ist oben No. 1488(-V-)' (L^JJ) eingeführt, und wir haben bemerkt, dass man früher den
./TT. Jan van Eyck darunter vermuthen wollte, welcherdassolbo ebenso wenig gemalt hat, als Meister Michael, welchenwir im Künstler-Lexicon IX. S. 240 nach einer anderweitigen Hypotheseals den muthmasslichen Verfertiger des jüngsten Gerichtes in derMarienkirche zu Danzig, des sogenannten Dombildes, bezeichnet haben.Hier müssen wir abor vorerst die Jahrzahl berichtigen , welche imfrüheren Artikel nicht durch unsere Schuld als jene des Dombildesangegeben ist. Es trägt nämlich nicht die Jahrzahl IM!, sondern1W'<\. Eine genaue Beschreibung und die Abbildung findet man inCaspar Weinreichs Danziger Chronik, herausgegeben von Th. Hirschund Vossberg. Berlin 1855, S. 92.
Der erwähnte Meister Michael, angeblich aus Augsburg, und inDanziger Chroniken des 17. Jahrhunderts vielleicht ohne hinreichendenGrund Michael Schwarz genannt, tritt erst 1510 in Danzig auf. Erfertigto von 1511—1517 den Hochaltar der Marienkirche daselbst. ImInneren ist ein köstliches Schnitzwerk dor Krönung Maria, und die