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nach Dresden, um unter Casanova seine weitere Ausbildung zu ver-folgen. Hardorff folgte der Richtung des Rnfaol Mengs, und blieb denneueren Bestrebungen vollkommen fremd, obgleich er erst 1834 starb.In den Kireben und Häusern Hamburgs sind viele Gemälde von seinerHand. Htrdorff war Professor an der Kunstschule daselbst, und ibniverdankten mehrere der später renommirten Künstler der Stadt ihrenersten Unterricht.
Auf Gemahlen wird obiges Zeichen nicht vorkommen. Man findetCS aber, so wie die Cursivcn ß II, auf Radiruiigoii des Künstlers.Darunter sind einige Blätter mit männlichen Köpfen, welche sehrgeistreich behandelt sind. Er copirte auch die Flaxman'schen Umrisse(On Aeschylus, wozu ihm, die Ueberset/.ung von Stolberg Veranlassunggab. Sie bilden eine Folge von Kl Blättern mit Titel, qu. toi. Aulletzterem steht der Name. Sein grösstes Blatt stellt nach Fügor'sZeichnung den Brutus vor, wie er seine Söhne verurtbeilt, gr. qu. toi.Dann widmete llardorf auch der Lithographie ein Augenmerk. Ausder frQheren Zeit stammt das mit Kreide gezeichnete Bildniss desMalers Gerhard von Kttgelgen, kl. fol.
3047. Gilles Hardouyn, Buchdrucker in Paris| ging wahrschoin-/A^ wfV. lieh aus der Zunft der Briefmaler hervor, und übte dem-
h\ • \i\ niu '' " ut;n die Fornischnoidckunst. Er gab von 1608 an\J • ) französische Gebetbücher heraus, sogenannte Ueurcs,
J^ nach den lateinischen llorar beulae Virginia Marine. Inder Titclvignette kommen die, gegebenen Buchstaben vor, welche ein-geschnitten sind. Die Holz- oder MetallseliniHe, welche die Bücherzieren, sind viel geringer, als jene in ähnlichen Gebetbüchern aus derDruckerei von Simon Vostre iindTliiclmanu Kerver, und er stellt dahermit seinen Illustrationen allein da. Sein Sohn Germain führte den Handelmit Gebetbüchern fort, und dabei' können sich die Buchstaben II II.auch auf ihn bestehen. Kinos der reich illustrirten Bücher des GillesHardouyn, mit einem Oslander bis 150!), bat, den Titel: fl l'ljoitnfurtu oieu el de (u glitrieuet uierge tttarie be moii9eigiirur fluiff JoFjann Ittiüoe-liste et l>e toute In cnurf be anrnnis. t\\ rnnieurrt les Heurea nnslre Damea lueuige he Knme tout au long »an» riruo requtrir nnea |i uaicure a ilieuneaMiffrngta et oraieous: be iilueieure gnirl et eainrlesi erlö le bile uauige.Jmimmtt!) a paris put Öilles Hnroouiiu Deiiiniinint au öit lim - .Schmal 8.
Heller (Gesch. der Holzschneidekunst S. 292) schreibt dieselbenBuchstaben dem Formsehneider G. Iloyau zu, welcher 1725 in Barisgeboren wurde. Hierin liegt wahrscheinlich ein Irrthuni, indem er denG. Hardouyn nicht kennt.
3048. Unbekannter Rupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte^y-y T des 16. Jahrhunderts thätig war. Kr war mit der italienischenCl rl Schule vertraut, könnte aber in Wien gelebt haben, Die gege-benen Initialen findet man auf einem perspectivisehen Blatte, welchesals Allegorie auf die Kriegskunst gelten kann. Im Vestibül der Mitte.sieht man einen Ritter zu Pferd, wie er mit dem Bogen herwärtsschiesst. Links steht eine weibliche, der Bellona ähnliche Figur miteinem Canonenrohr, und rechts die Justitia mit Schwert und Waage,oben ist das kaiserliche Wappen, und unter diesem rechts der Spruch:
CdltDA. RKOVM. SVNT. IN. MANV. DOMINI. DOJ11NVS. 1'U.OVIDHT. 11. 10 Z.
10 L. Br. 7 Z. 10 L.
3049. Unbekannter Kupferstecher, dessen Name aber durch dief-r TT Initialen U U nicht angedeutet ist. Man rindet ein grossesLrri Blatt, welches Christus am Kreuze, und die Donatoren am