Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
1052
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1052 0 0. Nr. 3009.

1) Apollo im Begriffe den Marsias zu schinden. Rechts unten:(iio. Itatta. Gaücslruizi (e.ce. Sehr seltenes Matt. II. 8 Z. 11 L. Hr.11 Z. 10 L.

2) Der Tod, welcher einen jungen Menschen in den Brunnenstürzt. Gio. B. OmUutrmUt fexe. Aeusserst seltenes Blatt in Oval,kl. fol.

3) Die Pestanstaltcn in Hom , In mehreren Abteilungen, welchewahrscheinlich eine grossere Vorstellung umgehen. Im v. Stengol'.schcnCataloge II. No. 479 sind vier Blätter mit acht Bildern ungegeheu, derenaher noch mehr vorhanden seyn müssen, da Erklärungsbuchstaben von0 bis .V vorkommen, und zwar auf dem Blatte mit dem Monogrammeund der Unterschrift: OCH1 DI imima suiiviti [N OCOASIONB Di FESTEi/anno MDC.LVL Das Blatt hat folgendo Adresse: Jaeomo Molinari leFormt In lloma Von licenza de Superiori. Si Vendono in Sirada Novadrelo al Giesu. Diese sehr seltenen Blatter sind schmal qu. 8 und 4.

4) Die Apotheose dos Kaisers Claudius, B. No. 10. Im ersten,dem Verfasser des I'eintrc-gravour unhekannten Abdrucke ist die In-schrift oben zu den Seiten des Kopfes des Kaisers, welche aber alsstörend wieder ausgeklopft wurde. Bartsch gibt an, dass im erstenDrucke der Adler einen vinrstrahligeu Blitz habe. Diess ist auch mitdem erwähnten Drucke der Kall. Da nun der Strahl des Blitzes ver-kleinert wurde, so sind dreierlei Abdrucksgattungen zu unterscheiden.Die Exemplare mit der oben angebrachten Inschrift sind indessenäusserst selten.

3009. Geldorp Gortzlus, Bildnis«- und Historienmaler, wurdefjf "> P 155') vu Loewen in Brabant gehören, und trat als Jüng-VjJJ £ . ling in Antwerpen bei Franz Kranek (Kranken) dem Aelteren,—x"> -ri in die licbre. Noch mehr aber forderte ihn Kranz Porbus,("j(. x-i mit welchem er als I'ortraitinalcr in seiner Weise aufgleicher Höhe stellt. Als Hofmaler des Herzogs von Terra Nova kamOcldorp 1579 bei Gelegenheit der Friedensiintorlwndlungen nach Cöln,wo er von da an bis an seinen 1610 oder 1618 erfolgten Tod verblieb,('url van Mander, welcher den Künstler Oualdrop Oortzius nennt,zeigt einige der besten historischen Bilder desselben an, und rühmtbesonders die Brustbilder von Christus und Maria, welche Orispin vande Passe 1601 in fol. gestochen hat. Diese Brustbilder hat (leldorpöfter wiederholt, da sie ausserordentlichen Beifall fanden. I'eter Issel-burg hat sie 1608 ebenfalls gestochen, gr. fol. Noch häutiger warendie Wiederholungen eines lieblichen Brustbildes der Üüssorin Magda-lena Im Stiebe kennen wir diese Vorstellung nicht, in neuerer Zeithatte aber Anton Wünsch in Odls ein solches liild lithographirt, fol.(leldorp malle indessen nicht viele geschichtliche Vorstellungen; seinHauptfach war die l'ortraitinalerei. Seine Bildnisse sollen von fastunnachahmlicher Zartheit der Färbung und voll Lebenswahrheit seyn.Merlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 128, zählt viele Werke vonseiner Hand auf, besonders Bildnisse. Wir bemerken nach diesemSchriftsteller nur noch, dass Ooldorp Oortzius nicht selten für eineund dieselbe Person mit Oeorg Oeldorp angesehen wurde. SchonSandrart scheint dieses vermuthet zu haben, da er den Oortzius nichtbesonders anführt, obwohl er ihn in C. van Mander's Malerbuch er-wähnt fand. Andere glaubten den Beinamen Oortzius in Oorgius oderGeorg umwandeln zu dürfen; allein auf den Kupferstichen VO« Isselbnrgund (',. de. Basse steht immer (leldorpius (lorliiut fiyuravit oder pinxil.Merlo glaubt, dass Oortzius der Familienname des Künstlers sei.