G G - G G B. Nr. 3007 - 3008. 1051
Zeichnung nicht genau. Der Buchstabe nach dem zweiten (i ist unvoll-ständig angefallen, und könnte Bologueso bedeuten. Die Buchstabender zweiten Reihe stehen auf einem schön radirten Blättchen, welchesden Raub der lVoserpina vorzustellen scheint. Ein gekrönter nackterMann führt auf seinem Zweigespann ein junges, sich sträubendes Weibfort. Zwei Amoretten schieben hinten am Wagen, und oben linkstragen zwei andere den Dreizack. Die Pferde rennen in die flammendeTiefe. II. 2 Z. r. I,. llr. 3 Z. 11 I,. Mit C t! f bezeichnet ist auchnoch ein drittes Blatt, welches man dem G. Oandolti zuschreiben will.Es enthält vier Büsten von Türken und zwei solche von aufgeputztenKrauen, gr. 8. Dieses Blatt rührt wahrscheinlich nicht von Gumlolflher, sondern von Ch. G. Geyser, welcher unten seine Stelle findet.
3007. Christian Gottlieb Geyser, Zeichner und Kupferstecher,
s* P C behauptet unter dem Cursivbnchstahen (1 No. 2655 einej'J'J' ausreichende Stelle, und daher bemerken wir hier nur, dassihn Brulliot II. No. 1014 das Blatt mit der Entführung der l'roscrpinazuschreibe, welches wir oben dem Gaetano Gandolfl zuschreiben muasten.Nach der Behauptung des genannten Schriftstellers kommen die gege-benen Buchstaben darauf vor, aus dem Faesimilc des vorhergehendenArtikels ist aber zu ersehen, dass Brulliot die Initialen nicht getreugibt. Dann wird dem Ch. (!. Geyser auch das Blatt mit den sechsBüsten von Türken und Frauen zugeschrieben, welches wir ebenfallsim Artikel des t}. Gandolfl erwähnt haben. Auf diese Radirung könnteGeyser eher Anspruch haben.
3008. Giovanni Battista Gallestrnzzi, auch Galestruzzi, Ilaler
+ < r fC* U1U ' JWrOT, geh. zu Florenz 1610, gest. zu Rom 1670.r \f* vvRj ■ Schüler von Francesco Furini, ist er weniger durch Ge-mälde, als durch seine vielen in der Manier des St. dolla Bella radirtenBlätter bekiinnt. Bartsch XXI. p. 4» ff. beschreibt 333 Blätter, undglaubt, dass ihm wenige entgangen seyn dürften. Gallestrnzzi bildetemehrere Folgen , und darunter gehören jene nach verschwundenenMalereien des PolldoTO da Garavnggio zu den interessantesten Blätterndes Meisters. Sie erschienen unter dem llaupttitel: Opere di Polidorodu CarCHUggiO dis. ed intagliate. de 6. lt. (iuletlruizi, I'itlore Fiorentino.Si »tampano da Vincemo Billy in Borna , und enthaltend (i Scenen ansder römischen Geschichte, an dem Hause Da Masehera d'oro in Romgrau in grau gemalt, B. 3 - 8; die Geschichte der Niobe, fünf Blätter,lt. 16 80) die antiken Watl'entrophäcn, sechs Blätter, B. 41—48;die Welten und Vasen, sechs Blätter, B. 47—52. Sehr schön im altenDrucke sind auch seine Trifolien und Sceungeheuer, B. 1 — 12, und21 — 38, dann die landschaftlichen Tbeaterdecorationen: II trionfo dellapietä. nach G. Grimaldi 1G58, lt. 53 — 57, Nicht einzeln aufgeführtsind hei Bartsch die 265 schön radirten Blätter zu L. Agostini's Werk !I.c yemme anliche finurate di Leonardo Ayaslini Smese. In Borna 1657,4.Im Jahre 1G85 besorgte .1. Gronovius mit Hülfe des Abraham Blootc-ling eine neue Ausgabe mit lateinischem Text: Oemmae et tculpturacUllltolWI ab Leonardo Augustina tjencnsi addita tarum enarration« — a.larobo (Ironovio. Amslelodami apud Abrahamum Itloolelwg MDCLXXXV.In zweiter Auflage mit Gronov'schem Text: Franecker 1694. VonBlooteling ist nur das Haupttitelhlatt mit der römischen Wöllingestochen. Auf vielen Blättern Giillcstruzzi's kommt das Mono-gramm vor, doch auch unrogclmässigor, und mit einfach gezogeneuLinien. Ausserdem fügen wir dem Nerzeichnisse von Bartsch folgendeBlätter hei.