1044 GG. Nr. 2988 — 2902.
2988. Lazarus Gottlieb Sichling, »reich« seit mehreren Jahren
fin Leipzig lebt, könnte durch dieses Zeichen seinen Namenj<£s angedeutet haben, so dass es als ein sprechendes zu nehmenwäre. Man seheint nämlich im G eine Sichel zu bemerken.Das Zeichen kommt auf dem Titclblattc zu Adalbert Stifters Fest-geschenk: Hunte Steine im Vertage von Gustav Ifeckenast in l'eslh , vor.Die Titelvignette stellt einen Knaben vor, welcher dem im Walde aufdem Hoden liegenden Mädchen Wasser im Hute bringt. Der ZeichnerI.ll ist Ludwig Richter in Dresden.
2989. Unbekannter Zeichner oder Bildnissmaler, welcher vielleicht/-w in Nürnberg lebte. Das Begebene Monogramm findet man auf(C^ einem lithograpliirten weiblichen Itrustbilde mit der Unter-en' Schrift: Uemoiselk l.auber als Kmiitjunde in Hau» Sachs. Stcin-
*-&' druck von l'hilipp Herrlein in Fürth.
2990. Gregorins de Gregoriis war ein sehr thiitiger Buchdrucker* und Kunsthändler in Venedig um 1515 — 1530. Die
_,/V, _-/\y gegebenen Zeichen findet man auf Bfichcrtitcln undG .G,Cj-G Vignetten in Holzschnitt, und es wäre möglich, dasser selbst Bordüren geschnitten habe, wie diess bei vielen alten Buch-druckern und Verlegern der Fall ist. Die streng künstlerischen Pro-dukte mit seinem Zeichen und seinem Namen rühren aber nicht vonihm her. Kr beschäftigte im höheren Fache den Formschneider Gio-vanni Andrea Vavassore , genannt Guadagniuo , auf welchen sich dieBuchstaben IA und i <i beziehen, welche auf Vignetten in Druckwerkendes G. de Gregoriis vorkommen. Gio. Andrea Vavassore copirte fürihn wahrscheinlich den Triumph Christi nach Tizian In fünf Blättern.Die erste Ausgabe dieser Cople erschien ohne Adresse, auf demfünften Blatte der zweiten steht aber in grossen beweglichen Lettern :obkooiiivs du QBBOOBUS EXCV8IT ir>n. Diese meisterhafte Compo-situm machte aber um 1508 Lucantonio de Giunta zuerst im Holz-schnitte bekannt, und dieses Werk diente dem Vavassore wohl einzigzum Vorbilde. Die Zahl der alten Platten belief sich auf zehn, derOopilt nahm aber deren fünf. Verschieden ist der Schnitt des AndreaAndreani in acht Blattern. Ueber die verschiedenen Ausgaben desTizian'schen Triumphes Christi handelt Dr. iL Segelken in Naumann'*Archiv V. S. 198 ff. lieber andere Vorlagswerke des Grogorius deGregoriis mit reicher Illustration handeln wir unter IA und in.
2991. Albert Glockendon soll nach einem uns zu Gebot stehendenvVw handschriftlichen Monogrammcn-Verzcichnisse durch das ge-ITT« gebene Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Wir kennenweder eine Zeichnung, noch einen Kupferstich oder Holzschnitt mitdiesen Buchstaben, das Zeichen seheint aber nicht erfunden zu seyn.Von dem alten Meister AG Nu. 613, welcher ebenfalls Albert Glocken-don genannt wird, kann es sich nicht handeln. Ein anderer Künstlerdieses Namens ist unten unter G G No. 2992 erwähnt. Fr war Illu-ininist und Glasmaler.
2992. Georg Glockendon, auch Glockcnton und Glockcndangenannt, gilt jetzt gewöhnlich als der Verfertiger der Holz-schnitte, welche mit den gegebenen initialen bezeichnet sind.Eine Tradition dieser Art fand indessen schon Christ (Mono-grainmen-Krklär. 8. 192) vor, er bemerkt aber, dass ihm die Deutungnoch nicht ganz sicher seheine, oder nach seinem Ausdruck, dass ihmdieses noch unklar sei. Bartsch IX. p. 428 gehl, daher auf den Namengar nichtein, sondern beschreibt nur fünf Holzschnitte ohne Raissoncincnt.