1014 GDZ-GE. Nr. 2883 — 2885.
2883. Georg David Zlegenhorn, Münzmeister in Oldenburg, Jevor,(in/ Bielefeld und Zerbst, zeichnete Gepräge aus den Jahren
' 1664— 1675 mit den Initialen des Namens.
2884. Ercole Grandl, Maler von Ferrara, war Schüler des LorenzoCosta, und dessen beständiger Gehülfe, obgleich erselbst ein origineller Meister war. Seine Gemälde inOcl sind selten, da Grandi mit Hein und Uebcrlegung,somit langsam arbeitete, und auch kein hohes Alter er-
•— NJ reichte. Im Stadthause zu Cesena sah Lanzi einige kleine
f I ------ Bilder von seiner Hand, und dann ein Altargemälde in
/ der Chiesa di Porta zu Ravenna. Auch in Bologna
arbeitete der Künstler. Vasari rühmte seine Fresco-
V I ___ ~y bilder in S. Piotro, sie sind aber nicht mehr vorhanden.
\ / In S Giovanni in Monte daselbst malte er mit Lorenzo
^------ -^ Costa das Hauptaltarbild. Die Bilder der Predella, welche
Christus am Oelbergo und die Kreuzigung vorstellen, sind jetzt in derk. Galleric zu Dresden. Im Jahre 1750 waren sie noch in der Sakristeider Kirche. G. v. Quandt schreibt sie in einer Anmerkung zur Ge-schichte der Malerei von Lanzi einem weit älteren Meister zu, es istaber dicss nicht das erste Beispiel, dass der genannte Schriftstellereiner Ansicht widersprochen, wenn sie nicht er, sondern ein andererhatte. In italienischen Gallericn scheint nur äusserst selten ein Bildvon E. Grandi vorzukommen, es müsste denn seyn, dass Alles unterCosta's Namen gehe. In der Gallerie Corsini zu Rom ist aber einziemlich grosses Bild des hl. Georg zu Pferd, wie er den Lindwurmbesiegt. Auf der Croupe des Pferdes bemerkt man das obige Zeichen.Die Bilder in Dresden sind durch die Lithograpbio bekannt. Davidhat nach ihm eine Krcuztragung gestochen.
E. Grandi da Ferrara starb 1531 im 40. Jahre.
2885. Georg Eberlein, Maler uud Architekt, besuchte die Kunst-schule in Nürnberg, und brachte es da unter Leitung desKupferstechers F. Fleischmaiin im Landschaftssticho zugrosser Fertigkeit. Später zog er aber auch die Malereiund die Baukunst in den Kreis seiner Studien. Eberleinentwickelte iu Stuttgart grosso Thätigkeit. Folgende Werkesprechen von seinen Verdiensten um die mittelalterliche
Kunst und ihre Geschichte.
Deutsche Kunstwerke aus dem Mittelalter Erste Abtheilung, enthaltendBauwerke mit den Einzelheiten. als : Marktbrunncn , Kapellen , Portale,Erker, dann Bildwerke, Bei- und Chorstuhle, Altäre, Grabdenkmale,Wandgemälde, Glasmalerei, in einer Reihenfolge von Blättern gesammeltund herausgegeben von Georg Eberlein. Nebst erklärendem Text. Blatt I.Das Volkamer'sehe Fensler in der St. Loremkirche iu Nürnberg in zweiUlli Blättern, imp. fol. Stuttgart und Nürnberg lllMt ff., roy. fol.Im Jahre 1850 erschien das erste Heft mit der Abbildung des Fenstersin neuer Auflago, schwarz und colorirt.
Verhandinngen des Vereins für Kunst nnd Allerlhum in Ulm undOberschwaben. Ulm tHW). Diesem Jahrgänge sind drei von Eberleingezeichnete und lithographirto Abbildungen zur Beschreibung alterllolzschnitzwerke in der Sammlung des Dekan I). I Hirsch in Wurm-lingcn beigegeben, gr. fol.
Der Erzengel Michael von Marlin Schongauer. Lithographirt vonEberlein, fol. Achte Publikation des Vereins für Kunst und Alter-thum in Ulm und Oborschwaben. Ulm 1852, gr. fol.