GDP —GDH. Nr. 2853 — 2858. 1007
2853. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte desG D F * 7 ' Jahrhunderts •" Holland gelebt haben dürfte. In der
* * Gallone des Oouferenzrathes F. C. Bngge in Copenhagenwar bis 1844 ein Gemälde auf Holz, welches die Thiere im Paradiesevorstellt. Es ist in der Weise des Roeland Suvery componirt und vonklarer Färbung. 0. J. Rawert, welcher 1829 ein Verzcichniss derSammlung als Manuscript für Freunde drucken Hess, bemerkt, dass derletzte Buchstabe auch £ seyn könne.
2854. Guillaume de Ghcyn, Zeichner und Kupferstecher ausG dßy G Je. Antwerpen, ist oben unter dem Monogramm G1) No. 2834J <J'* eingeführt, und daher bemerken wir nach Brulliot II.No. 966 nur, dass auf Blättern desselben die gegebenen Buchstabenvorkommen.
Man findet aber auch Bildnisse von böhmischen Jesuiten und an-deren Notabilitätcn, auf welchen ebenfalls G de G steht. Sie sindvon Gerard de Groos gestochen. Uebcr diesen Meister handeln wirunter G ÜG.
2855. Gerhard de Laircsse, Historienmaler und Radirer, geb. zufX J /' Lüttich 1640, gest. 1711, bediente sich auch eines aus
C\J / iP ** ^ bestehenden Monogrammes, und daher werden wir^y- oCc- *L unter diesem auf seine Werke näher eingehen. Die ge-gebenen Buchstaben kommen auf radirten Blättern des Meisters vor.Im Künstler-Lcxicon VII. S. 242 haben wir eine bedeutende Anzahlverzeichnet.
2856. Gaspard de Marsy, Bildhauer, verzierte mit anderens~ . A,/ Künstlern die kleine Galleric des Louvre. Die Deco-
tj/' °^e «//u rationen sind von Saint Andre radirt, und zu einemWerke vereiniget. Auf solchen Blättern kommen die obigen Buch-staben vor. Wir haben über dieses Werk unter No. 1824 gehandelt.
2857. Gerard de Groos, Kupferstecher, war um 1647—1693 inPrag thätig, gleichzeitig mit einem Georg do Groos. Diese
(j D *J }■ Kü ns ti er stachen Bildnisse, Andachtsblätter, allegorischeVorstellungen u. s. w. Auf Blättern mit Bildnissen von Jesuiten, dannauf solchen von Professoren der Prager Hochschule stehen die Initialendes Namens. Jesuitcnbildnissc findet man im Zodtacui illusiriumeeeleiiae siderum, welchen das Altstädter Jesuiten-Collegium herausgab.In dem Werke von Georg Wcrsi: Gloria Hniver$ilalit Carolo-Ferdinan-deae-1'ragentii, l'ragae S. a. 4, sind ebenfalls Portraitc mit G ÜG be-zeichnet.
2858. Gilüs de Hondekoeter, Landschafts- und Thiermalcr, geb.^i .__ -f zu Utrecht 1583, stammt aus einer altadelichen braban-(4- i- Vl tischen Familie, welche sich zur Zeit der Religionsver-vA.J-'.A folgung in Holland niedergelassen hatte. Gillis malteAnfangs Portaite, dann aber Landschaften in der Weise des RocluntSavery und David Vinckenboons. Diese Bilder sind mit Figuren undThicrcn staftirt, und zuweilen mit dem Monogramme bezeichnet. Aul'der Landschaft mit zwei Jägern in der Gallerie zu Schleissheim ist dieJahrzahl IttOlt beigefügt. Sein Sohn Gisbert do Hondekoeter malteebenfalls Landschaften, welche in der Weise des Joost de Mompcrbehandelt sind. Sollte er sich eines ähnlichen Monogramms bedienthaben so müssen die Bilder unterschieden werden. Gillis huldigt«noch der älteren Richtung, und es ist der Schüler des R. Savery niezu verkennen. Gisbert ist etwas moderner und kräftiger in der Fär-