962 G A B. Nr. 2687 — 2690.
durch die Verloosungcn des Vereins der Kunstfreunde im preussischenStaate in verschiedenen Besitz über. Auf Bildern aus der früherenZeit des Künstlers kommt das gegebene Monogramm vor. Mit der.Jahrzahl 1/132 darunter findet mau es auf dem Gemälde mit der An-sicht des Ncreim-Fiord bei Gudrangsören, und auf einem solchen mitder Ansicht eines 1'heilcs von Yttrc og Indre Sogns-Ficld im grossenSogne Fiord in Norwegen. Auch auf norwegischen Küstenansichtenmit Fischereien, auf Ansichten im Tatragebirge, auf Landschaften imCharakter der Havelufer, auf architektonischen Ansichten in der Kifel-gegend, auf solchen aus Mähren und Schlesien etc. kommt das Mono-gramm vor. Böhnisch belebte seine Landschaften auch mit Figurenund Thielren, welche wie die landschaftliche Scenerie mit grosserMeisterschaft behandelt sind. Im Jahre 1838 wurde er Mitglied derk. Akademie In Berlin.
2687. Georg Apianus, welcher seinen Familiennamen Bienewitzlatinisirte, ist oben No. 2685 als muthmasslicher Form-schneider eingeführt. Das gegebene Schildchen mit GABfindet man in den Itandeinfassungeu zu Petri Apiani /n-scriplioncs tacrosanclae veluslatis. Ingolsladii in AedibutP. Apiani. Anno M, li. XXXIII, fol. Diese Bordüren sind
gut geschnitten, und konnten um so eher von G. Apianus seyn, alsman weiss, dass er zu Ingolstadt, und wahrscheinlich in der Druckereides Petrus Apianus thätig war. In den Werken des letzteren kommenviele Holzschnitte vor, und somit könnte ein Theil von Georg Apianusgeschnitten seyn. Die Inicriptiones sacrosanetae veluslatis gehören zuden l'rachtwerken damaliger Zeit. Sic erforderten den Schnitt einerAntiqua, welche später wenig mahl gebraucht werden konnte. Es istauch anzunehmen, dass viele Holzplatten als Stereotypen existirten.
2688. Unbekannter Zeichner, welcher in der ersten Hälfte desC A li t'l * 7 ' •' a ' irn,liu l (!rts m Born gelebt zu haben scheint. Nach
t . jjejncpfce m ] (> t man diewe Buchstaben auf dem von SimonVouillemont gestochenen Bildnisso des Cardinais Justiniani, 4.
2689. Gabriel Krammer, Kunstschreincr und lladirer von Zürich,f-jc\ -\r ist im ersten Bande No. 2195 eingeführt, da der-V lA^) r\-i i cn 'g°) welcher das Zeichen dieses Meisters nichtpt TjC 'kennt, eher CA Uli, als GABK lesen wird. Es( •*-) IS. handelt sich um sein Werk über die Säulenord-V-^V r\j- ru "' nungen, welches an der bezeichneten Stelle be-f~TT> S V T2 c\j schrieben ist. El gebort jetzt zu den Seltenheiten,V_/\5 " XV/fv- ' wird aber von den Kunstsammleru eben so sehrgesucht, als von denjenigen, welche in dem einschlägigen Fache derKunst-Industrie arbeiten. Es herrscht noch der Benaissancc-Styl vor.
2690. Gabriel Jacques de Saint Aubin, Maler und Badircr, geb.ualricl zu '' uris t? 2 *) wal ' Schüler von Jeaurat, Colin de Vermot,■I ' und F. Bouchcr, und zählte auch zu den Mitgliedern derfranzösischen Akademie. Er malte Portraite, Genrebildor und Land-schaften. Im Jahre 175t coneurrirte er auch um den grossen Preisder Malerei. Es musste Laban vorgestellt werden, wie er seine Götzensucht. Dem Bild wurde aber nur der zwoitc Preis zuerkannt. ImJahre 1780 starb der Künstler.
Prosper de Baudicour (I.e. Peintre-gravcur frangais continuf. —.Ouvrage faisanl mite au Peinire - graveur de M. Robert-Dume.mil, Paris1060, I p. 98(1'.) beschreibt 43 radirto Blätter dieses Meisters, welchegrösstenteils zu den Seltenheiten gehören. Dio meisten sind mit dem