G A. Nr. 2679. 959
ktlnstlcr projcktirt, indem Massverhältnisse beigefügt sind. Ueber dasBuch selbst fanden wir bisher keinen Aufschluss. Im frühen Druckescheint diesen Kupferstichen auch kein Titelblatt beigegeben gewesenzu seyn. Sie liegen in ziemlicher Anzahl im kgl. Kupferstich-Cabinctzu München vor, aber ohne llinweisung auf irgend ein Sammelwerk.Ein Theil der l'latton wurde aber zu folgendem Werke benützt:
SI'EliVL.VM KOMANAK MAÜNIKICENTIAE. OMNIA FE11K «JVAKCUNQ. IN VKUE
monvmknta kxtant. etc. etc. Antonius Lafreri exe. liomae, fol. DieBlätter des Meisters G A gehören aber ursprünglich nicht dazu, essind nur den meisten Exemplaren gleichzeitige Blätter beigefügt, aufwelchen Lafreri's Adresse fehlt.
Eine neue Deutung des Küustlerzeichcns versuchte Christ in seinemMonogrammenbuche S. 187 Er glaubte, der Künstler habe G. Angelgeheisseu, worauf ihn wieder das figürliche Zeichen der Fussangelbrachte. Allein es handelt sich um einen italienischen Stecher ausder Schule des Marc Anton, und um keinen deutschen Angel. SpätcrcSchriftsteller verfielen auf einen Kupferstecher Giovanni Agucehia, dochwahrscheinlich nur, weil Christ über dem Zeichen mit der Fussangeldie Buchstaben G A auf einen Stecher dieses Namens deutet. DieserAgucehia oder Agocchia war Kunsthändler, dessen Verlags-EtiketteAgostino Carracci gestochen hatte, wie wir unten sehen werden. Wirmüssen daher hier den Gio. Agucehia streichen, so wie wir auch fürTribolo keinen festen Anhaltspunkt gefunden haben. Der unbekannteMeister mit der Fussangel variirtc auch mit den Initialen, wie BrulliotII. No. 2836 bereits bemerkt. Man findet nämlich ein Blatt, welchesein korinthisches Capital mit Masken und Eierstab unter dem Abacusvorstellt. Rechts unten stehen die Buchstaben G V mit der Fussangel.H. 6 Z. 7 L.? Br. 5 Z. 8 L.? Ein zweites Blatt mit GP kennen wirnicht, und möchten sogar glauben, dass bei der lletouche der Blatteder Buchstabe I in P verändert wurde. Die Abdrücke dieser Art habenunter dem Künstlerzeichen nach der Ecke zu die Adresse: Am. Salaexe. Beim Vergleiche mit den Blättern, welchen G A mit dem Fuss-angel beigefügt ist, dürfte eine Retouche angenommen werden, undwenn diess nicht der Fall ist, so sind auch alle unten genannten Blätterohne Zeichen von einem (1 P mit dem Fussangel.
Bartsch P. gr. XV. p. 540 kennt nur ein einziges Blatt von derHand dieses Meisters. Seine Stiche gehören daher zu den Seltenheiten.
1) Ein antiker Triumphbogen mit vorspringenden korinthischenSäulen auf hohen Basen und rahmenartig verzierten Feldern. Durchdas Thor sieht man auf felsiges Terrain, und links tritt hinten dieHälfte einer Biiumgruppe hervor. Links unten an der äusseren Säulen-base ist das Zeichen, aber kleiner als jedes der oberen und mitschwarzer Angel. Dieses Blatt wird wohl jenes bei Bartsch seyn. Imkgl. Cabinet zu München ist ein unten und oben verschnittenes Exem-plar, welches nur 6 Z. 3 L. hoch ist. Bartsch gibt eine Höbe von9 Z. 1 L., und eine Breite von 7 Z. an. Im zweiten, retouchirtenAbdrucke ist Salamanca's Adresse beigefügt.
2) Coriuthischcr Säulenfuss mit reicher Verzierung von Blätter-werk, und schmaler Andeutung eines Theiles des Schaftes. Ueberdiesem Fusse steht CORINTIA. Links ist das Profil mit Massbesthn-mung: once 7M3 | <>n. i. | <>n. 2 ff. Links auf der Platte steht dasZeichen. II. 4 Z. 8 L. Br. 6 Z. 7 L.
3) Corinthischcr Säulenfuss mit Verzierung und längerem Schafte,an welchem Weinrebe« sich herumwinden. Darüber steht CORINTIA.Links ist das Profil mit Massen: unck: 4 | <>n. 3 | on. 3 ff. Links aulder Platte das Zeichen. H. 4 Z. 11 L, Br. 6 Z. 7 L.