G. Nr. 2636. 947
der Angabo dos erwähnten Schriftstellers lebte F. Götzingcr 1795 inWürzburg. Von ihm ist dabei die G bezeichnete Sterbemünzc desBischofs Franz Ludwig von Erthal 1795.
Nils Georgi, Medailleur aus Schweden, war Hedlinger's Schüler,und kam 1748 nach Berlin, wo er eine Reihe von Jahren arbeitete.Man hat von ihm eine Serio von Medaillen auf die ruhmwüidigenThaten des Königs Friedrich II. Auf etlichen steht der Buchstabe G,wie auf jener mit dem Bildnisse des Königs als Protektor der Aka-demie 1750. Im ltevers ist ein auffliegender Adler. Eine andere Me-daille mit dem Bildnisse des Königs und dem Buchstaben G zeigt imRevers den Janustcmpel 1762. Die Mehrzahl der Denkmünzen aufFriedrich II. hat aber den Namen. Zu seinen schönsten und seltenstenMedaillen gehört jene mit dem Bildnisse des Paul Werner von Colbcrgin Husarenuniform, auf dessen Verteidigung von Colberg 1760 geprägt.Georgi verliess 1782 Berlin, und starb 1790 in seinem Vaterlande.
Paul Heinrich Gödicke, Stempelschneider in Hamburg von 1730bis 1761, zeichnete auch I'. II. G.
Johann Georg Gödicke war von 1750—1752 Münzdirektor in Leipzig,und kam 1747 von Altenkirchen dabin. Kr zeichnete auch l.G.G.
Gräfenstein, Stempelschneider, war um 1764 in Mitau thätig.
Elias Gervais, Stempelschncider in Neuwied und Cobleuz von1760-1778. Er zeichnete auch E.G.
von Gartenberg, Münzdirektor in Crakau von 1765 — 1772. Erzeichnete auch V. G. und v. G.
Johann Baptist Gass, Stempelschncider in St. Petersburg von1768—1793. Er zeichnete auch I.H.G., und noch öfter mit demNamen. Schön ist die Medaille mit dem Bildnisse des Baron G. deAsch und der Hygiea: Liberator a Peste. — In Hello Turcico Ad htrumMDCCLXX.
Grohmann, Münzmeister in Dresden 1633 — 1844.
2636. Unbekannter Formschneider, welcher um 1522 in Strassburg„ thätig war. Der erste Buchstabe steht links auf einer sehrQ,(j schön gezeichneten Titelbordnre, welche rechts und links inden Seltenleisten einen Propheten oder Schriftgelehrten enthält. In derunteren Querleiste verfolgt rechts der Tod mit erhobener Sanduhr eineJungfrau mit halb offener Brust, welche die Hände faltet Beide tretennur im Brustbildc aus verschlungenen Aestcn mit Blättern hervor,welche rechts und links den Raum füllen. Hinter dem Kopfe des (!c-rippes ist ein Spruchzcttnl mit den Buchstaben 0 M , und ein zweitervor der weiblichen Gestalt hat ein dem Cursiv N ähnelndes Zeichenmit einem Pfeile. Diese Buchstaben beziehen sich auf keinen Künstler,indem auch auf den Zetteln der Soitentiguren solche eingeschnittensind, wie S. V. P. N. H. 0. u. s. w. Diese Titelcinfassung ist in Zeich-nung und Schnitt zu rühmen. Sie erinnert uns weniger an die Blätterdes Hans Baldnng Grün, als an die Zeichnungen des M. Grünewald,welcher Antheil haben könnte. Diese Bordüre findet man auf demTitelblatte zu Matthias Zell: Christliche Verantwortung —. Strassburg,WOIfgang höpfel 1&23. 4.
Der zweite Buchstabe soll ebenfalls auf Holzschnitten der älterenclsassischen Schule vorkommen, wir haben aber kein Blatt mit dem-selben vorgefunden. An Ursus Graf ist wohl nicht zu denken, dadieser Meister immer den Buchstaben G in der alten gewundenenForm gebraucht.
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