Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
945
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G. Nr. 2633 — 2635. 945

dann in der Gesammtausgabe: Stirpium historiae pemptades sex. Ant-verpiae. Ch. I'lanlin 1608. Für diese Werke arbeitete auch AntoniusSylvius oder A. Bosche, welcher mit J. Gictleughcn zu den erstenMeistern der Platin'schcu Offizin zu zählen ist. Ueber ihn haben wirunter dem anscheinlichen Cursivcn A. No. 80 gehandelt, das Monogrammist aber aus den Buchstaben A S gebildet. A. Sylvius und J. Giot-leughon lieferten auch die Holzschnitte folgenden Werkes: CentumFabulae ex untiquis Aucloribus — — a Gabriela Faerno — explicatae.Antverpiae, Christ. Plantin lütil, 16. Von A. Sylvius sind die meistenBlätter, nur auf einigen kommt das aus Gl gebildete Monogramm desJ. Gietleughcn vor. Diess ist auch mit den Holzschnitten in Nicolai'sHeise in der Türkei der Fall, über welche wir im Artikel des Assu-crus van Londerscel I. No. 813 gehandelt haben.

2633. Abraham Genoels ist im ersten Bande No. 597 eingeführt,<\ i_ und wir haben namentlich über die Radirungen dieses

C' l) Mtfisters gehandelt. Auch das gegebene Zeichen kommtauf einem solchen, von Bartsch nicht beschriebenen Blatte vor. Esstellt eine reich componirtc Landschaft mit einem Flusse vor. Linksvorn geht eine Frau mit dem Kinde in der Nähe einer kleinen Brücke,und rechts sitzen zwei Figuren bei der Schafliecrdo. Links im Grundeschliessen Berge und antike Gebäude ab. Unten gegen rechts ist 0. fe.H. 2 Z. 11 L. Br. 5 Z. 4 L.

2634. Jean Guignard, Formschneider, war um 1760—1780 in Parisq thätig. Nach Papillon schnitt er Vignetten für den Bücherdruck,

* und bezeichnete dieselben mit dem Buchstaben G. Brulliot II.No. 911 kennt kleine Holzschnitte mit Thieren, welche ebenso be-zeichnet sind. Sie gehören vermuthlich dem Guignard an. II. 2 Z.und Br. 2 Z. Diese Blätter kommen wahrscheinlich in einem natur-historischen Werke vor.

2635. Münzmeister und Stempelschneider, welche auf Geprägonr . durch den Buchstabon G ihre Namen angedeutet haben.

Darauf geht Scblickeysen , Abkürzungen auf Münzen &c.G. Fecil. I g j j 7 c - in ^ nlan fii 1( ] e t a ) )or , uu .], Münzen, auf welchen der

Initial G den Beamten oder Künstler nicht andeutet. Er kann sichauch ai'f die Münzstände beziehen, d. h. auf Könige, Fürsten, Grafen,Bischöfe und Aebte. In diesem Falle nimmt aber der Buchstabe Geine hervorragendere Stelle ein, während die Künstler und Beamtenin der Regel sich weniger bemerklich machen. Ausser den Münz-ständen, welche durch G den Taufnamen andeuten, kommen auchLänder und Städte in Betracht, wie St. Gallen, Gent, Gera, Glatz,Glogau, Görlitz, Göttingen, Goldberg, Gotha, Graubflnden und Guben.Auf anderen Münzen ist durch G die Prägstätte angedeutet: auf un-garischen Gölnilz. auf englisch-französischen M. für Aquitanien Gucssin,auf kaiserlichen M. für Schlesien geschlagen Glogau, auf portugiesi-schen M. Goa, auf französischen M. von 1539—1772 Poiliers, von1800 1800 Genf, auf sachsen-coburg'schen Kipper-Münzen Gotha, aufreussischen K.-M. Gera, auf preussischen M. von 1750—1763 Stettin,von 1808-1810 Glalz, auf österreichischen M. von 1765—1772 Nagy-banya, auf Münzen mehrerer Stände des schwäbischen Kreises von1772—1780 Günzburg. Auch als Münzbenennung kann G genommenwerden. Vgl. Scblickeysen.

Peter Guldenlieben wurde 1441 zu Frankfurt am Main zum War-dein eingesetzt, und auf ihn bezieht sich wohl der gothische Buchstabe<® auf Goldgulden des Kaisers Friedrich. Er steht zwischen den Füssen

dfonogrammiften Bd. IL 60