Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
943
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G. Nr. 2631 -2632. 943

Andenken in weitem Kreise erhalten. Im Museum des Louvre wirdsein Bildniss aufbewahrt. Ausserdem ist daselbst das von Greuze ge-malte Portrait des Malers E. Jeaurat, und drei andere berühmte Bilderdes Meisters sind I.' aecordee de village, Le depart und Le retour betitelt.

liier handelt es sich aber nur nm ein radirtes Blatt, welchesProsper de Baudicour, Peintre-graveur francais continuo I. p. 130, be-schreibt. Es stellt eine junge Savoyarde mit dem Murmelthiere von vorngesehen vor, wie sie den Kopf in Erwartung nach rechts wendet. Nebender linken unteren Ecke steht im weissen Rande der Buchstabe 6' mitzwei geritzten Punkten, wie Baudicour sagt. Er fügt aber nie einFacsimile der Buchstaben bei. Höhe 123 millim. mit 12 m. Rand,Breite 93 millim.

Die Composition dieses Blattes ist sicher von Greuze, und auchdie Radirung wird ihm zugeschrieben. Im Catalog Defer vom 17. Jänner1850 wurde ein Exemplar mit der handschriftlichen Angabe: J. V. Grenzedel. et scul., mit 30 Ers. bezahlt. Man hielt die Schrift für eigenhändig.Mr. de Baudicour sah einen Abdruck mit der Beischrift: J. II. Greuzefecil 17 OS.

2631. Unbekannter Metallschneider, welcher um 1515 in Venedig_, w lebte. Er illustrirto folgendes Werk: Legendario di Sancti\JC;XJ nouamente ben slampato vulgare {Auct. Jacobus de Voragine).Am Ende: Släpalo ad instätia de Nicolo e Domenico dal Jesu fralellinella Inclita citta di Venezia MDXVIII, fol. Ein Theil der Zeichnungenzu diesen schönen Metallschnittcn rührt von einem Meister der Schuledes Tizian her, andere tragen aber das Gepräge der Montagna'schcnSchule. Das Buch ist reich verziert mit Bildern verschiedener Grösse.Bencdetto Montagna könnte selbst Zeichnungen dazu geliefert haben,kein Blatt nach solchen ist aber bezeichnet. Der Buchstabe G kommtnur auf wenigen Blättern im Charakter des Tizian vor. Der InitialG in richtiger Stellung steht auf dem Blatte mit St. Adrian, und aufjenem mit der Geburt der heiligen Maria ist derselbe verkehrt. Vongleicher Behandlung in Schnitt und Zeichnung sind auch die Blättermit der Verkündigung Maria, mit einer Pietä, und mit den HeiligenSebastian und Rochus. Diese Vorstellungen nehmen die Blattseite ein,und tragen das-Gepräge der Tizian'schen Schule. Die kleineren Bilderund e ; n grosser Theil der Medaillons sind von einem Meister derSchule des G. Bellini gezeichnet. Der Künstler aber, welcher dieselbenauf Metall übertrug, ist ein anderer. Er war weniger geschickt, ob-gleich er es verstanden hat, die Schattenpartien leicht zu schraffiren.

Wenn wir nach einem Metall- und Holzschneider aus der Zeitum 1518 fragen, auf welchen der Buchstabe (1 gedeutet werden könnte,so tritt uns zunächst Gio. Andrea Vavassorc entgegen. Er hatte denBeinamen Vndagnino oder Guadagnino. Der Buchstabe G könnte daherGuadagnino bedeuten. Auf den meisten Blättern dieses Meisters stehenaber die Buchstaben IÄ und ZA, und in seinem Druckersignet ZA V.Von Domenic.o dalle Greche, dem späteren Tizian'schen Formschneider,kann kaum eine Rede seyn. Oh allenfalls der oben No. 2615 erwähnteGavardino da Bologna eintreten könnte, wagen wir nicht zu bestimmen.

2632. Hubert Goltzius und Joseph Gietleughen erhalten hier einen/-l k gemeinschaftlichen Artikel, ohne dass wir den artistischen)£'r' C ' Anthcil eines jeden genau ausscheiden können. II. GoltziusG r . war der Sohn dos Malers Rudgcr Golz, welcher 1520 inWurzburg das Meisterrecht erlangte, und später in Venloo sich nieder-gelassen hatte. Hubert wurde den 30. Oktober 1526 zu Würzburg(Venloo?) geboren, und widmete sich mit Vorliebe der Geschichte und