FW. Nr. 2578 — 2580. 925
Cornel Schut zum Vorbilde genommen habe. Das Blatt mit dem Mono-gramme stellt ein altes Weib mit gefalteten Händen in halber Figursitzend vor. Links unten ist das Zeichen mit dem Beisatze inv. & Jnc.Sept. i764, 8. Blätter mit dem Namen sind im Künstlcr-Lexicon XXI.S. 50 verzeichnet. Wagenschön starb zu Wien 1790.
2578. Friedrich Würthle, Zeichner, Maler und lladirer aus Baden,r 3/i/' machte seine Studien in Carlsruhe, und begab sich 1840 zur
yy . weiteren Ausbildung nach München. Er ist als Landschafter«u rühmen. Ausser den schönen Bildern in Ocl findet man Zeich-nungen in Tusch, Bister und Aquarell, immer landschaftlichen Inhalts,und mit entsprechender Staffage versehen. In dem bei Georg Franz inMünchen erschienenen Werke : Das Königreich Bayern in seinen alter-tümlichen , geschichtlichen, artistischen und malerischen Schönheiten.München IHM) ff., gr. 8, sind mehrere Zeichnungen dieses Künstlersjn Stahl gestochen. Der Herausgeber und Verleger dieses Prachtwerkesbewahrt alle dazu verwendeten Zeichnungen in seinem höchst interes-santen Album. Würthle machte aber seine Studien nicht allein inBayern, er bereiste auch die Schweiz, Tirol, das Gebiet von Salzburg,Friaul, und das Litorale hinab nach Triest, wo ihn die Direktion desLloyd längere Zeit beschäftigte. Später kehrte der Künstler wiedernach München zurück, wo er noch gegenwärtig thätig ist. Unter denfielen und geistreichen Zeichnungen dieses Meisters sind solche mitdem Monogramme, die Mehrzahl aber ist mit dem Namen bezeichnet.Dann findet man von Würthle auch sehr schöne Radirungen, welche*n Landschaften mit Figuren und Thieren, und in Ansichten bestehen.Jn letzterer Zeit befasste er sich mit dem Stahlstiche. Zu seinenfrüheren Radirungen auf Kupfer gehören jene in der Sammlung desMünchener Radirklubs. München 1844 — 47, kl. qu. 4. Sein grösstesr adirtes Blatt ist nach einem berühmten Gemälde von R. Eberle aus-geführt. Es stellt eine Landschaft mit Gewittersturm und einer Schaf-«eerde vor, gr. fol. Stahlstiche sind in der Folge von Rheinansichten,nach Zeichnungen von E Emminger. Mainz 1852, .qu. fol. Für dasKönig Ludwig-Album lithographirte er die Ansicht eines Wasserfallsin Süd-Tirol, nach A. Achenbach, fol. Mit L. Schöningcr verbander sich zur galvanographischen Herstellung von zwei grossen Land-schaften nach Gemälden von C. Rottmann in der neuen k. Pinakothek^u München. Das eine Blatt stellt die Bucht von Aulis, das anderedas Schlachtfeld von Marathon vor, qu. roy. fol. Diese beiden BlätterYortheilte der Kunstverein in München 1853 und 1854. Würthle fertigte°ie Zeichnungen.
2579. Friedrich Weber, Landschaftsmaler und Kupferstecher, geb.r-J J r 1 zu Augsburg 1793, besuchte 1813 die Akademie in München,
T/L/, und widmete sich später mit Vorliebe dein Landschaftsfache., Er malte meistens Bilder in Gouache und Aquarell, wozu
Cr die Studien im bayerischen Hochlande, in Tirol und in Italiensammelte. Auf solchen Gemälden findet man zuweilen das gegebeneMonogramm. Weber führte auch ein Cosmorama aus, welches cr 1843z ur Schau stellte.
2580. Franz Wohlhanpten, Maler von Znaim in Mähren, war umClvr 1590—1620 zu Brunn thätig. Er malte Bildnisse und historische
• Vorstellungen. Das gegebene Zeichen findet man auf einem schönenund fleissig behandelten Holzschnitt, welcher den Kaiser Rudolph II.