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welcher den Martial vorstellt, wie er dem Kaiser sein Buch überreicht.Das Blatt stimmt im Machwerke ganz mit der Erscheinung des heil.Geistes im Decachordum Christianum von 1507.
In einer Wiederholung finden wir den Kampf mit dem Drachenunter der Titelschrift folgenden Werkes: Tereruius cum quinque com-mentis: Donati Guidonis , Calphurnii Ascensii et Servij. Venetiis. G. deRusconibut I5iß, fol. Das Bild ist in einer Einfassung von Arabesken,und mit den ersten Buchstaben bezeichnet.
2) Die Erscheinung des hl. Geistes unter einem von zwei Pilasterngetragenen Bogen. Auf dem Capitäle links steht F. rechts V. Diesenziemlich grossen Holzschnitt findet man mit anderen in folgendemWerke: Marci Vigerii Saonensis Sanct. Mar Ute Transtybe. Praesbi. Cor.Seno. Gallien. Decachordum Christianum Julia II. Pont. Max. Dicatum.
Am Schlüsse vor dem Index: Marci Vigerii ------ Decachordum Chrisll-
anu. finit. quod Ilieronymus Soncinus in Urbe Fani hit caracleribut im-preitit die X Augusti M. D. VII. Sacrae Theologiae magistrit Guido deSancto Leone et Francisco Armülino de Serra comilum eiusdem ordinisCorrectoribus , fol. Die grossen Blätter dieses sehr seltenen Werkeshaben Einfassungen von Arabesken, und könnten nach Zeichnungenvon Bencdetto Montagna geschnitten seyn. Jedenfalls gehören sieeinem Meister der Lombardisch-Venetianischen Schule an. Sie stellendie Verkündigung Maria, die Geburt Christi, die Beschneidung, dieAnbetung der Könige, die Vorstellung im Tempel, den Einzug Christiin Jerusalem, Christus am Oelberge, die Auferstehung, die Himmel-fahrt und die erwähnte Ausgiessung des heil. Geistes vor. Auf demBlatte mit der Geburt Christi, oder Anbetung der Hirten, steht derBuchstabe L, welcher einen zweiten Metallschneider oder den Zeichnerandeutet. Das Titelblatt hat eine Einfassung von Arabesken in derWeise des Zoan Andrea Vavassnre Guadagnino, und somit wird auchdieser Meister Theil an den Illustrationen haben. Dass Florio Vavas-sore auch noch andere Stöcke für dieses Werk geschnitten habe, be-weisen die wiederkehrenden Initialen auf beiden Seiten einer Leistemit verkehrtem F.
2537. Unbekannter Kapfersteeher, dessen Brulliot II. No. 884~p \J erwähnt. Nach der Angabe dieses Schriftstellers findet man_ . _ die ersten Buchstaben auf einer Copie nach Marc Anton,
A r W welche einen Satyr mit dem Kinde vorstellt, B. XIV. p. 216No. 281. Die auf diesem Blatte vorkommenden Buchstaben gleichenaber unsern zweiten Initialen, welche FN zu seyn scheinen. Wir habendaher unter F N. No. 2301 über die fragliche Copie gehandelt. Sieist 4 Z. 6 L. hoch, und 3 Z. 7 L. breit.
2538. Francesco Vecellio, der Bruder des Tizian, soll Gemäldep \r F.V. gezeichnet haben. Wir haben Kunde von dem Bildnisse
' eines italienischen Malers, welches man für jenes des F. Ve-cellio halten wollte. Es hat die Aufschrift: 15.30 NATVS ANNOS 3-3.Wenn der F. V. zeichnende Maler die dargestellte Person seyn soll,so kann von F. Vecellio keine Rede seyn, da dieser 1475 geborenwurde, und der Meister F. V. 1503 das Licht der Welt erblickte.Wenn nun unter diesen Initialen F. Vecellio seinen Namen angedeutethat, so handelt es sich nicht um sein eigenhändiges Bildniss.
2539. Unbekannter Kupferstecher, welcher wahrscheinlich der7-7 t/ niederländischen Schule angehört. Das Blatt mit den Buch-
f . y . staben F. V. nähert sich nämlich der Manier des J. Matham.Es stellt das jüngste Gericht vor, mit der Schrift unter fünf posaunendenEngeln: Surgite mortui venite ad Judicium. Links unten stehen die