Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
907
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FT —FTV. Nr. 2528 — 2533. 907

Die Buchstaben F T stehen links in halber Höhe, und nach unten be-merkt man die Jahrzahl tl!)t. Brulliot gibt durch Druckfehler irrig/7,9.3 an, was auch in R. Weigel's Supplemente zu Bartsch übergehenimisstc, da das Dictionnairc des monogrammes citirt ist. Höhe 3 Z.Breite 2 Z. 3 L.

2528. Medailleure und Münzmeister, welche F.T. zeichneten. Auf*F T * 1 alten siebenbürgenschen Münzen beziehen sich nach Schlick-

p,' m' eysen diese Buchstaben auf die Münzstätte Fogaras Turris.

*. 1. j Wir finden aber * F. T. * auch auf Münzen des Dogen Sil-vestro Valier, und sie scheinen den Münzmeister anzudeuten. Vergl.V. Lazari, Le Monetc dei possedimenti Veneziani S. 87. Der Münz-aufsehcr Francesco Trevisano in Venedig liess 1756 ebenfalls StempelMi zeichnen. Auf Münzen der Stadt Augsburg von 1758 bezichensich diese Buchstaben auf den Wardein Frings und den Stempel-schneider Thiebaud.

2529. F. T. Dellius, Zeichner, war um 1700 in Zell thätig. Er^ zeichnete Portraite von Räubern und Mördern, welchetfy.js. dei jjj rc gtrafo erleiden Auf mehreren Blättern kommen dieInitialen, auf anderen der Name vor. Der mittelmässigc Stecher zeich-nete J. C. B., worunter J. C. Böcklin aus Leipzig zu verstehen ist.Diese Blätter findet man in einem Buche: Denk - Mohl der göttlichenRegierung — an der uhralten Antiquität des Klostert S. Michaelis in Lüne-burg. Zell 1100, 4.

2530. Flaminio Torre tritt oben No. 2510 mit einem aus FT oderF T F P r P g eD >'d eten Monogramme auf, es ist aber kein Gemälde

' * oder eine Zeichnung mit demselben nachzuweisen. Die Buch-staben F. T. F. stehen indessen auf einem radirten Blatte, welchesBartsch XIX. p. 216 No. 5 beschreibt. Es stellt den Evangelisten Jo-hannes mit einer Schriftrolle neben dem Adler vor. In der Mitteunten F. T. F. II. 11 Z. 9 I,. Br. 8 Z. 8 L.

2531. Unbekannter Zeichner, welcher im 17. Jahrhunderte lebte.*J f" Man findet dieses Monogramm mit dem verkehrten Worte tn-

V> ventor darunter auf einem schülerhaft radirten Blatte, welcheseinen Jüngling mit dem Zeichcnbuche vorstellt, kl. 8.

2532. Franz Tkadlik, Historienmaler, geboren zu Prag 1787, be-F TK hauptet im Künstler-Lexicon XVIII. S. 532 eine ausführliche

• * Stolle, und daher bemerken wir nur, dass sich auf Zeich-

nungen und kleineren Gemälden die Buchstaben F. TK. finden sollen.Aus Autopsie können wir nicht urtbeilen, da uns kein Werk dieserArt vorgekommen ist. Man nennt diesen Meister auch Kadlik, erheisst aber Tkadlik.

2533. Der unbekannte Meister mit diesem Zeichen wird vonr-TT Frenzel im Catalog Sternberg I. No. 4392 eingeführt, und

nj/ 1 dieser Schriftsteller wollte Jacobus Tintoretus Venetianus Fecitlesen. Er copirtc das Monogramm nach einem Blatte mit einer Gruppevon fünf nackten Figuren, von welchen zwei auf den Schultern deranderen stehen. Dieses Blatt ist breit und kühn radirt, und erinnertnach Frenzel im Machwerk an das Bildniss des Dogen Paschale Ci-cogna, welches Bartsch XV. p. 105 No. 1 dem Tintoretto zuschreibt.Es gehört zu einer Folge von sechs Blättern, welche wir unter demMonogramme E S M T. No. 1718 beschrieben haben, worauf wir imDebrigen verweisen. Dieselbe Vorstellung ist auch im von Derschau-schen Cataloge No. 1729 angegeben, das nicht faesimilirte Monogramm