Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
885
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F S. Nr. 2482 — 2487. 885

2482. Franz Seidfl, Landschaftsmaler, geb. zu München 1818,■ ^ f~. zählt seit Jahren zu den vorzüglichsten Künst-

1 i ' >s. lern seines Faches. Seine Gemälde bestehen

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in Ansichten aus dem bayerischen Hochlandeund der fetten Trieften in den Niederungendesselben. Nicht selten leitet er den Blick über die Seen mit ihrenromantischen Ufern nach den gewaltigen Felsenmassen, welche mitTannen- und Fichtenwäldern besetzt sind, und theils auch kahl sicherheben. In anderen Bildern führt er den Beschauer auf das Flach-land, und an Wasserplätze mit üppigem Baumwuchs. Figuren undThiere verleihen der Natur ein höheres Leben. Auf einigen Gemälden,besonders kleineren Formates, findet man die Initialen des Namens.

2483. Franz Smiadecki, Portraitmaler aus Krakau, welcher zuP c Anfang des 17. Jahrhunderts thätig war, soll Bildnisse mit den

" Initialen des Namens bezeichnet haben. Wir haben indessennur von einem grossen Holzschnitte mit dem Bildnisse des Zaren De-metrius Kunde, mit dem Namen: Franciszek Smiadecki 1605. Diesesseltene Blatt gibt den ersten falschen Demetrius in Abbildung, dessenGlorie aber schon 1606 wieder ein Ende nahm.

2484. Franz Snyders oder Snyers, berühmter Thiermaler, wurdeP c 1579 zu Antwerpen geboren, und von Peter Breughel und

" • Hendrick van Baien unterrichtet. Die Confraternität des heil.Lukas zu Antwerpen nahm ihn 1602 unter die Zahl der freien Meisterauf, und sofort war er bis an seinen 1657 erfolgten Tod in vollerThätigkeit. Er kam schon früh mit Rubens in Berührung, dessen Mal-weise er sich vollkommen aneignete. Rubens bediente sich häufig seinerBeihülfe, besonders wenn er Thiere in seinen Gemälden vorführenwollte. Ob auf Gemälden des F. Snyders die Initialen F. S. vorkommen,wissen wir nicht, man findet sie aber auf Kupferstichen von J. Zaalund anderen Meistern, welche nach Snyders gearbeitet haben. ImKünstler-Lexicon XVI. S. 540 haben wir mehrere Blätter verzeichnet,und auch über die dem Snyders selbst zugeschriebenen Radirungengehandelt.

2485. Friedrich Snstris, Maler und Architekt, ist oben unter derP et T kt\/ Abbreviatur Frid. Sust. eingeführt, und wir verweisen-o ri er daher zunächst auf jenen Artikel. Die gegebenenXS,. C • -O • Buchstaben findet man auf einem Kupferstiche mitden Brustbildern des Heilandes und der heil. Jungfrau. Letztere er-scheint, mit dem Kinde in den Armen, welches eine Taube in derRechten hält. Zwischen beiden Ovalen sieht man den hl. Geist untereinem Wappenschilde, und rechts und links von diesem deuteten dieKünstler ihre Namen an. F. S. bezieht sich auf F. Susiris, und R.C.S.

bedeutet Raphael Custos Sculpsit. Im Rande steht: Admod ___ Dno

Dn. Vlrieo. liaroni in Königseck et Avlendorf ------- . Dominic Cvslos.

Ji. D. U. Avg. Vindel. An. P. C. N. M, JJC. II. Höhe 10 Z. 9 L. Breite15 Z. 4 L.

2486. Stanislaus Fontaine, Zeichner und Formschneider, war um1844 in Paris thätig. Blätter von seiner Hand findet manin: Les Franc.ais peints par eux-memes. Paris 10b!i. DieBuchstaben F. S. stehen auf dem „La femme sans nom" be-titelten Blatte.

2487. Federlco Sartorj, Formschneider, war in der zweiten Hälftep § des 18. Jahrhunderts in Loreto thätig, leistete aber Geringes.

' Die Initialen seines Namens stehen auf einem Blatte, welches