Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
883
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F S. Kr. 2477 — 2478. 883

Friedrich Seidel zu denken: Icones et Elogia Yirorum aliquot praeslan-tium, qui mullurn sluäiis suis consiliisquo Marihitim olim nostram iu-verunt ac iltustraruni, 1071, fol. Georg Gottfried Küster veranstaltete1751 in Berlin eine neue Ausgabe, fol. Im Ganzen besteht dieseSammlung aus 100 Bildnissen, welche nach Apin so elend gestochensind, dass man sie nirgends elender sehen kann.

2477. Leopold Ferdinand Scharff, Münzmeistcr in Prag von 1713jP bis 1728, zeichnete Stempel zu Münzen und Medaillen mit diesemqT Monogramme, bediente sich aber ausserdem auch der Initialen E. S.

2478 Simon Francoys oder Franchoys, Maler und Radirer, geb.C zu Tours 1606, schloss sich in Italien an Guido Reni an, und,K man kann ihn selbst den französischen Guido nennen, da er ganzit im Charakter dieses Meisters zeichnete und malte Er ist in-dessen wenig bekannt, und desswegen zählen wir hier einige Kupfer-stiche nach seinen Gemälden auf.

Vincent de Paul, Prestre, Pere de Pauvres &c. Brustbild.N. Pilhau sc, fol.

Derselbe berühmte Ordensstifter, Brustbild in Oval. G. Edelinrksc., fol. R.-D. 338.

Math, de Morgues S. G. Prat. in Oxitania Toparcha. Brustbildin Oval. iV Pithnu sc, fol.

Die Flucht der hl. Familie nach Aegypten. N. Pilhau sc 1666,gr. fol. Im guten zweiten Druck mit Gantiel's Adresse.

Das bekleidete Jesuskind auf der Weltkugel in Wolken vonEngeln verehrt. N. Pilhau sc , gr. fol.

Im guten zweiten Drucke mit Mariette's Adresse.

Frangoys hat auch in Kupfer radirt, und ein Blatt interessirt unshier namentlich. Es stellt den hl. Sebastian vor, wie er, bis an dasLendontuch gesehen , mit beiden Annen an den Baum gebunden ist.Sein Körper ist von zwei Pfeilen durchbohrt, und der Blick nach obengerichtet. Im Grunde ist eine Gebirgslandschaft leicht einradirt. Utburdem Knoten des Gewandes am Baumstamme bemerkt man im zweitenDrucke die Spuren des verkehrt einradirten Namens S. h'ranroi f., undrechts unten am Baume das obige Zeichen, welches Brnlliot I. No. 2072nicht genau gibt. H. 10 Z. 3 L. Br. 7 Z. Dieses Blatt ist von treff-licher Zeichnung, und sehr schön radirt. Man erkennt den Nach-ahmer des G. Reni, nur nicht in Führung der Nadel, welche mehr andie niederländische Schule erinnert. Im ersten Drucke hat man diereine Aetzarbeit vor sich, später wurde aber die Platte mit derSchneidnadel oder dem Stichel übergangen. Bei dieser Gelegenheitwurden mehrere Zusätze und auch Veränderungen gemacht. Am ent-schiedensten treten sie im Laubwerke der Bäume hervor. Die Aetz-drücke weisen das Monogramm nicht auf, und auch die Spuren desverkehrten Namens sind nicht sichtbar. Im frühen Zustande kommtaber das Blatt äusserst selten vor. Es ist jedoch auch mit dem Mono-gramme sehr selten.

Ein zweites Blatt dieses Künstlers, welcher 1671 starbt stellt diehl. Magdalena in einer Grotte vor, angeblich nach der Zeichnung vonTizian. Unten rechts bemerkt man das Monogramm des Radirers,welches aber von dem obigen Zeichen abweicht. Es ist so gebildet,dass wir es nach unserm Systeme unter S F bringen müssen. Imzweiten Drucke hat es den Beisatz: Coypel exeud. c. pr. Reu. Höhe10 Z. 3 L. Breite 13 Z. 6 L.

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