862 FR. Nr. 2380 — 2383.
Zeichen verschen, jenes mit dem Gerippe eines Pferdes, und einemWartthurm am Meeresstrande. Christ, Monogr.-Erklärung 8. 183, undPapillen I. p. 363, geben das zweite Monogramm mit der Versicherung,dass es auf gut gezeichneten Holzschnitten vorkomme, welche 1607und 1609 in Neapel gedruckt wurden. Wir kennen kein Blatt dieserArt, zweifeln aber nicht an ihrer Existenz. In Neapel lebten mehrereKünstler Namens Franco; vielleicht bezieht sich das Monogramm aufeinen solchen.
2380. Friedrich Rohde, "Landschaftsmaler, war um 1843—1844 in/ "V München thätig. Im Lokale des Kunstvcrcins sahen wir Ge-Ak mäkle von seiner Hand, darunter eine Winterlandschaft, auf
1 \^ welcher das gegebene Zeichen beigefügt ist. Es sollen auchnoch andere Bilder mit demselben vorkommen.
2381. Ferdinand Rothbart, Zeichner und Maler, verlebte mehrere/■fr Jahre in Stuttgart, und Hess sich dann in München nieder, wo
yV er noch gegenwärtig thätig ist. Bekannt durch Genrebilder inÖol und Aquarell, lieferte er auch verschiedene Zeichnungen zur Illu-stration durch den Holzschnitt, wie für die bei C. P. Schcitlin inStuttgart erschienene Ausgabe von Ilcbel's ausgewählten Erzählungendes Rheinländischen Hausfreundes u. s. w. Die Holzschnitte sind vonAllgaier und Siegle, und thcils mit dem gegebenen Monogramme, thoilsmit den Initialen FR bezeichnet. Auch in Hackländcr's illustrirtenSoldatcngeschichten. Stuttgart 1853 , sind Holzschnitte nach seinenZeichnungen mit den Cursivcn FR. bezeichnet.
2382. Ferdinand Riewel, Architekt und Zeichner von Leipzig,widmete sich aus Beruf der Baukunst, zog aberwährend eines längeren Aufenthaltes in Casscl auchdie Malerei in seinen Kreis, und lieferte mehrereBilder in Aquarell. Das erste Zeichen findet manneben anderen auf zwei recht gut gezeichneten und
aquarcllirten Ansichten von Tivoli und Pompeji. Bann lieferte Riewelauch Zeichnungen zur Illustration des deutschen Jugendkalenders vonL. Bechstcin und II. Bürkner. Leipzig, Wygand 1854. Auf Holzschnittendieses Kalenders kommen die beiden anderen Monogramme vor. Riewellebt gegenwärtig in Dresden.
2383. Franz von Rhoden gehört zu denjenigen deutschen Malern,welche in ihrem Jünglingsalter die Morgcnröthe einerneuen deutschen Kunst anbrechen sahen, und sichmit ganzer Seele den Schöpfungen der alten Meisterzuwandten. Rhoden verlebte seine Zeit in Rom, undfolgte da jener Richtung, welche Overbcck einge-schlagen hatte. Man findet religiöse Darstellungen
von seiner Hand, besonders Madonnen und heil. Familien, Bilder vongrosser Innigkeit, und auf das zarteste vollendet. Auf einigen seinerfrüheren Werke steht das Monogramm, auf anderen Bildern ist es mitdem vollen Namen verbunden. Er zeichnete auch viele Gemälde alteritalienischer Meister. Die Zeichnungen nach Buoninsegna sind durchden Stich bekannt: T-a l'assione di Gern Cristo nella Cattedrale di Sienadipinlura di Duccio di Bino della liuoninsegna, ora pei disegni di F. vonRhoden, intagliata in rame da llartolomeo Rarloccini e pubblicata cd adCav. Pietro von Cornelius dedicata da Emüio Braun. 27 KK. RomaIHM, roy. fol. Im Jahre 1850 wurde in Leipzig eine neue Ausgabeveranstaltet.