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kein flüchtiges Oel dasselbe auflösen konnte, während die Oelkrustewegging. Ob dicss das von Brulliot nicht näher bezeichnete Gemäldeist, wissen wir nicht, und es könnte bezweifelt werden, da der ge-nannte Schriftsteller unter dem Monogramme die volle Jahrzahl ib2ligibt, während auf dem Bilde des Herrn v. Quandt die Zahl 2(1 linksunten steht. Das Gemälde des Letzteren stellt die heil. Jungfrau undSt. Anna in einer Kirche sitzend vor. Das auf dem Schoosse derMaria sitzende Jesuskind neigt sich zu Anna hin, und greift mit seinemlinken Händchen nach dem Blatte eines aufgeschlagenen Buches, welchesauf den Kniecn der Grossmutter liegt. An jeder Seite dieser Gruppesteht ein musicirender Engel. Das Christkind ist nach v. Quandt'sVersicherung von ausserordentlicher Schönheit. Am wenigsten gelungensind die Hände der beiden Frauen. Der architektonische Hintergrunderinnerte ihn an das Innere dos Domes in Spoleto. Es unterliegt wohlkeinem Zweifel, dass das erste der obigen Zeichen dem Fra Filippoangehöre, da er immer in Tempera malte. Von Filippino Lippi kanneä in keinem Falle herrühren , obgleich auch er noch Bilder in Tem-pera malte. Gegen ihn streitet sowohl die Jahrzahl i4-26, als i52-B.Er starb 1505.
Als Nachtrag zum Artikel des Filippino di Fra Filippo Lippi, undauch für andere Schriftsteller machen wir noch auf folgende Schriftdes Zanobi Bicchicrci aufmerksam: Alcuni documenti non mal stampaCi(1454 — 1565) &c. Firenze, Le Monnier iOüü, 8. In diesem Werkchenist S. 15 ein Brief des Filippino d. d. 2. Mai 1489 abgedruckt, worinder Künstler unter Bezugnahme auf ein Schreiben vom 20. April 1487von seinen Gemälden der Capella Strozzi in St. Maria Novella zuFlorenz spricht. Vasari sagt, der Künstler habe nur nach Bequemlich-keit gearbeitet, und sei daher erst 1502 mit jenen Bildern fertig ge-worden. Aus dem Briefe von 1489 ersehen wir auch, dass Filippinodamals in Kom war, wo er in St. Maria sopra Minerva die ganze Ca-pelle des Oliviero Caraffa ausmalte.
Das zweite Zeichen fand Brulliot I. No. 2041 auf einem Gemälde,welches den Knaben Jesu unter den Schriftlehrern vorstellt, in einerComposition von vierzehn halb lebensgrossen Figuren. Der genannteSchriftsteller sah es 1817 in Wien im Hause eines Herrn Lasalle, undman nannte als Verfertiger den Fra Paolo da Pistoja. Dieser FraPaolo war Klostcrgenosse des Baccio della Porta, oder des Fra Barto-lomeo, und der vorzüglichste Schüler desselben. Er erbte alle Studienund Zeichnungen dieses berühmten Meisters, welcher den 8. Oktober1517 starb. Dadurch gewinnen wir einen Anhaltspunkt für die Zeitdes Fra Paolo, und er kann daher 1526 noch gelebt haben. Sein Todes-jahr ist unbekannt. Wir wissen auch nicht, wo sich das fragliche Ge-mälde jetzt befindet. p]s muss sich in demselben der Charakter derSchule des Fra Bartolomeo di San-Marco aussprechen , wenn es vonPaul von Pistoja herrühren soll. Die Werke dieses Künstlers sindselten geworden, oder es werden vielleicht deren dem Fra Bartolomeozugeschrieben.
2324. Pietro Fadul, Maler und Radirer, geb. zu Bologna 1562,
TS -m 1W gost 1602 ' so11 " ach Brulliot T - No - 377 der Tf ägerAlA A /fV/JX dieser Zeichen seyn. Von Profession Pharmaceut,besuchte er die Schule des Annibalc Carracci, und dieser Meister erzogsich der Sage nach einen gefährlichen Nebenbuhler in ihm. Als Co-lorist verdient Facini sicher alles Lob, welches in dieser BeziehungAnnibale selbst anerkannte. Sein unruhiger Geist gestattete ihm aber