824 F M. Nr. 2276 - 2277.
Nasonis Metamorphoseon —, opera et studio Th. Farnabii. J'arisiis.sumptibus Aeg. Morelli , fol. , hervor. Dieses Titelblatt enthält eineVignette, welche einen Springbrunnen mit zwei Becken vorstellt. Imoberen Becken steht eine Gruppe weiblicher Figuren mit Blasinstru-menten , und am Fusse des Brunnens sind die grösseren BuchstabenF. M in einem Ringe. Diess ist das Zeichen der Buchdrucker Morel.Des Namens Friedrich gab es aber zwei. Der ältere bediente sicheiner Vignette mit dem Maulbeerbäume und dem Motto: Tout arbreparle de bons fruits. Der jüngere wühlte die Fontaine , und lügte zu-weilen eine griechische Sentenz bei. Man muss ihn zu den gelehrtenMännern seiner Zeit zählen , doch war er wohl nicht zugleich auchFormschneider. Die von-Brulliot erwähnten Vignetten reduziren sichwahrscheinlich auf die Titelvignette der Quatrains.
2276. Felix Meyer oder Meier, Landschaftsmaler und Radirer,_u TpM C £ ou - zu Winterthur 1653, gest. zu Wyden bei Husenr/\ / H I 1 jtc. 1713. Schüler von F. Ermels, und einer der vorzüg-lichsten Landschafter seiner Zeit, hinterliess er eine grosse Anzahlvon Zeichnungen in Tusch, schwarzer und rother Kreide, Sepia undAquarell. Er arbeitete gewöhnlich mit dem Stifte oder der Feder vor,und vollendete dann die Blätter in allen damals üblichen Manieren.Kein früherer Künstler seines Vaterlandes hatte die Bäume und ihreLaubmassen natürlicher und üppiger gezeichnet, als F. Meyer. Er be-reiste zu diesem Zwecke die ganze Schweiz , und ging auch über dieAlpen, um die italienische Scenerie kennen zu lernen. Er kam auchnach Rom, wo ihn aber eine Krankheit itach kurzer Zeit zur Umkehrnöthigte. Meyer fand mit seinen Landschaften in Oel grossen Beifall,im Verlaufe der Zeit schlug aber der Ockergrund durch, und erzeugtewiderliche Flecken. Auf Gemälden dürften die Initialen des Namenssehr selten vorkommen, man findet sie aber auf radirten Blättern. DieseBlätter sind gewöhnlich kräftig geätzt, da der Künstler die Nadel mitbesonderer Freiheit tief führte. Ein Theil enthält schöne Baumgruppen,Felsen, Wasserfälle und Figuren in componirten Landschaften im Ge-schmacke von Poussin. Sie bilden eine Folge von 6 Blättern, und ge-hören zu den Hauptwerken des Künstlers. Auf einem Blatte steht:Felix Meyer Vitoduranus fecit. Die Grösse ist nicht gleich. II. 6 Z.2 — 3 L. Br. 8 Z. 1 — 4L. Sechs andere Landschaften mit hohenGebirgen, reichen Monumenten, und auch mit Figuren, sind in Milet'sWeise componirt, und nicht von ganz gleicher Grösse. H. 4 Z. 6 L.bis 5 Z. Br. 5 Z. 10 L. bis 6 Z. 4 L., und auch 7 Z. Eine andereFolge von 12 Blättern enthält in Landschaften nach der Natur Ge-bäude , Ruinen, antike Fragmente, Felsen, Wasserfälle und einzelneFiguren. Am Steine des ersten Blattes steht: Felix Meyer fec. ChristophWeigel ex. Ein zweites Blatt ist bezeichnet: Felix Meyer del. et fec.167fl. Ein paar Blätter haben die Initialen F M. Die Grösse ist un-gleich, qu. 8 und 4. F. Meyer radirte auch mehrere Blätter nachAbraham Genoels , welche F. M. fec., F. M. fec. Roma 1677 &c. be-zeichnet sind. Diese Blätter scheinen sehr selten zu seyn.
2277. Friedrich Munter, Bischof des Stiftes Seeland, OrientalistF M 1777 1 U11< ^ Professor der Theologie in Copenhagen, radirte' ' ' > als Student einige Blätter, welche mit den Buchstaben
F. M na'*, j p m_ bezeichnet sind. Dieser berühmte Mann starb1830 im 69. Jahre. R. Weigel, K.-K. No. 17,358 — 62 zählt folgendeBlätter auf:
1) Die Büste des Homer. OMHPOC. F. Münster sculpsit 1776, 8.