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802 F K. Nr. 2204 - 2207.
wurde. Wir kommen unter dem Monogramme FK—DW N. 2228 daraufzurück. [Dieser grosse Holzschnitt ist mit der Jahrzahl 1009 versehen,und erschien im Todesjahre Kirchmaier's.
2204. Fanny Körnlein, Formschneiderin, war um 1835 in Darm-r-tr ry Stadt thätig. In dem genannten Jahre erschien daselhstIV vi*- • l 'i° Naturgeschichte des Thierreichs von Dr. Kaup, dreiBände mit einer grossen Anzahl von schönen Ahbildungen im Holz-schnitte. Für dieses Werk schnitt F. Körnlein mehrere Stöcke, welchetheils mit obigen Zeichen, theils mit den Initialen des Namens ver-sehen sind.
2205. F. König, Lithograph, wird von Merlo unter den um 1830'bis 1834 in Cöln lebenden Künstlern aufgeführt, wir wissenaber eben so wenig, als der genannte Schriftsteller, was später
aus diesem Künstler geworden ist. Sein Monogramm findet man aufeinem mit der Feder auf Stein gezeichneten Blatte, welches die St Cu-niberts-Kirche nach dem am 30. April 1830 erfolgten Einsturz vorstellt.Unten links ist das Monogramm, qu. 4. Dieses Blatt gehört in F. E. vonMering's Geschichte der genannten Kirche, Köln 1833. Auch in dessenGeschichte der Burgen II. Köln 1834, ist eine Lithographie von König.Sic stellt die Schlossruine von Andernach vor.
_2206. Franz Kanitz, Zeichner und Maler in Wien, ein vielseitiggebildeter Künstler, ist uns durch Holzschnitte be-kannt, auf welchen die gegebenen Zeichen vorkommen.Man findet sie in der Leipziger illustrirten Zeitung.Das vierte und fünfte Monogramm kommt auf ver-schiedenen Blättern des Jahrganges 1852 vor, undder Künstler scheint damit seine Beiträge begonnen zu haben. Diedrei Zeichen der ersten Reihe stehen auf sehr schönen Holzschnittenim Jahrgang 1853. Das weiss hervortretende Monogramm deutet ihnals Zeichner des Donauschiffcs Franz Joseph an, und der Schnitt istvon U. Hänlein in Fest. Mit dem zweiten Zeichen ist die Abbildungdes Denkmals des Professors Jan Collär auf dem Marxen Friedhof inWien versehen, und das dritte Monogramm steht auf dem Blatte mitdem Bildnisse des Kaisers Franz Joseph von Oesterreich. Das lgtztcZeichen der zweiten Reihe findet man in der illustrirten Zeitung von1859 No. 821. Da sind Skizzen aus Krakau in Holzschnitten gegeben.Auf anderen Holzschnitten der genannten bilderreichen Zeitschriftstehen die Initialen F K, auf welche wir zurückkommen. Kanitz be-urkundet durch seine Zeichnungen eine grosse Reiselust. Sie enthaltenScenen aus dem Leben der Volksstämme der österreichischen Monarchie,Costümbildcr, Bildnisse, Ansichten von interessanten Denkmalen derälteren und neueren Zeit u. s. w. Sowohl das Monogramm, als dieInitialen F K. kommen auf Zeichnungen dieses Künstlers vor
2207. Franz Kessler, Bildnissmaler von Oppenheim, war Schüler
XTT~i von Geldorp in Cöln, und um 1618—1629 in letztererr\ Stadt thätig. Im Jahre 1616 machte er die Erfindungi^ U • eines Telegraphen bekannt, und somit war er damalsbereits ein Mann von reifem Verstände. Er gab folgendes Werk darüberheraus : Sonderbahr und bissher verborgen Geheimküntte. Durch Kuntt-itecher und llurhltändler Hanns Dietrich von Bry zu Oppenheim 1616,und in neuer Auflage 5(722. Merlo, Kunst und Künstler in CölnS. 237, kennt nur Bildnisse von ihm, in welchen sich Kessler alswürdigen Schüler des Gortzius Geldorp kund gibt. Mit dem zweitenMonogramme und der Jahrzahl 1621 ist ein etwas steif, aber meisterhaft