Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
798
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798 FIA—FID. Nr. 2187 — 2190.

wie ihm ein Kitul die Weinbeere iu den Mund steckt. II. 4 Z. 0 L.Br. 3 Z. 6 L. Dieser Vorstellung liegt eine Zeichnung von Eafael zuGrunde, und Marc Anton hat sie gestochen. Es handelt sich also umeine Copie nach dem Blatte B. No. 281. Bartsch kennt aber keinoCopie nach demselben. Eine solche zeigt in der Mitte unten das Mono-gramm M F, welches im Originale links steht. Wir glauben, dass beiIleineckc das Zeichen fehlerhaft gegeben ist. Es handelt sich wohl umdas Blatt, welches Brulliot II. No. 884 beschreibt, und mit \F Va be-zeichnet seyn soll. Die Buchstaben sind aber auch bei Brulliot ungenau,indem F JV zu lesen ist. Der letzte Buchstabe hat aber eine unge-wöhnliche Form.

2187. Unbekannter Goldschmied, welcher in Nürnberg thätig war,TT'-fV- und mit dem vorletzten Künstler Eine Person seyn dürfte.

^ Die gegebene Bezeichnung trägt nach Börner ein seltenes8<icn Blättchen, welches im Vorgrunde links eine Katze mit demHahn, im Mittelgründe links Felsen, und rechts einen Fuchs zeigt.Letzterer erinnert an einen Holzschnitt des J. Amman zum Heinecke.Höhe des Stiches 1 Z. 7 L. Breite 2 Z. 5 L. Vgl. No. 2185.

2188. Julias Campagnola soll nach Bartsch XIII. p. 370 No. 1-T-i -r /-> a einen Kupferstich mit der Geburt Christi auf solcheI 1 • 1 • CA.. Weise bezeichnet haben. Wir haben über dieses Blattim ersten Bande No. 2231 gehandelt, und dabei gezeigt, dass nichtF.I.CA., sondern I.I.CA, darauf stehe. Bartsch wollte Fecit JuliusCampagnola lesen, allein der erste Buchstabe ist nicht F, sonden /,und beide /. /. deuten entweder einen Julius Jeronymus Campagnolaan, oder sie sind für H zu nehmen, so dass ein Hicronymus Campag-nola sich geltend machen konnte. Diess wäre nun der älteste Künstlerdieses Namens, welcher sich auch des Zeichens ÄJ).7.T. No. 330 bedienthat. Wir brechen aber hier die weitere Verhandlung ab, da an denbetreffenden Stellen darüber bereits gesprochen ist. Ein Abdruck mitF. I. C A. ist unsers Wissens nicht vorhanden.

2189. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1609 in irgendiri rp-i-y/. einem schwäbischen Kloster lebte. Das gegebene ZeichenItf 1 CVv mn d Börner auf einem gut radirten Blatte, dessen Vcr-fertiger noch weiter beisetzt: monachus in mol. KiOf) fecit. In einemovalen Kranze sieht man die Monstranze von Strahlen umgeben, undoben ist die Figur dos gekreuzigten Heilandes. Unten steht: JJasth. Illuii Christi iu Weingarten. Auch die Buchstaben F. C. E. kommenauf dem Blatte vor. H. 4 Z. Br. 2 Z. 8 L.

2190. Die Familie zum oder tom Ring in Münster zählte mehrere

/**p\ ~~*\ Künstler, und wir

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Hl ) P^-jA T3 WP 1 V&'X durch diese InschriftJ/ L JlS J *> \\\L\\J I s\0 \J- ein solcher seinen

V ^ ,^ y Namen angedeutet

habe. Das Gemälde mit derselben ist in der k. Galleric zu Schlciss-heim, und wird von G. Dillis im Cataloge No. 92 als das Werk einesunbekannten Meisters von 1483 beschrieben. Dieses Bild stellt denhl. Nicolaus von Ancona vor, wie er die Kinder der um ihn stehendenund knieenden Frauen segnet. Die Figur des Heiligen ist um dieHälfte grösser, als jene der Frauen, um dadurch das moralische Uebcr-dewicht desselben anzudeuten. Der Meister gehört offenbar der altengentschen Schule an, und wenn er allenfalls Fidelis oder FriedrichRing heisst, so wäre er der älteste Meistor der Familie tom Hing,