FI-FIA. Nr. 2182 —2186. 797
hier mir, dass Franklin verschiedene Zeichnungen zur Illustration derJugendschriften aus Cundall's Verlag mit dem Monogramme versehenhabe. Auch für das Art. Journal arbeitete dieser Künstler. Im achtenBande desselben ist eine Lithographie in Farbendruck mit dem eistenMonogramme bezeichnet. Sie stellt einen Kitter vor, welcher mit, deram Tische sitzenden Frau spricht. Dann findet man sein Zeichen auchauf Holzschnitten mit Abbildungen von Gegenstünden der Kunstindustrie.
2182 . Unbekannter Formschneider, welcher in Frankreich, oder
Tp^ J" 'n der Schweiz gelebt zu haben scheint. Die Initialen seines
-*_J_d Namens findet man auf einem Blatte mit dem Profilbilde
eines bärtigen Mannes , welcher an Calvin erinnert Links steht einTisch, auf welchem Nchreibgerüthe und ein Buch zu seben sind. Obenist ein fliegender Zettel mit der Schrift: Lt propre, de la Jalousie. \ Et de.»e lourner en folie. Im Unterrande sind neun gedruckte Zeilen:
Veritable
Grillade de matzenheim
De la Manufacture d' Andre Cossa etc.
Diese Vorstellung ist von einem mit Blättern verzierten Rahmen
umgeben, und von hnndwerksmässigem Schnitte". Höhe 7 Z. 10 li.
Breite 5 Z. 0 L.
2183 Unbekannter Formschneider, welcher im 16. Jahrhunderte
j—, _ gelebt zu haben scheint. Man findet ein mittelmitssiges Blatt•£* *-* von seiner Hand, welches das jüngste Gericht vorstellt. Obenin dei' Mitte sitzt Christus auf dem Regenbogen mit Schwert und Palme,welche rechts und links von seinem Haupte schweben. Links ficht Mariazu ihm, und rechts Johannes. Unten links gehen die Seligen in einenTempel, und rechts treibt der Teufel die Verdammten in den Höllen-rachen. Die Buchstaben F. /. stehen links unten in der Ecke. Höhe3 Z. 11 L. Breite 9 Z. 9 L. Diese Darstellung hat ein alterthümlichesAnsehen , und der Foriuschncidcr mag auch eine alte Miniatur zumVorbilde gehabt haben. Kr arbeitete aber geistlos, nach der Weise derModellstocher für Kattunfabriken. Die Lichtllächcn sind sehr tief ge-schnitten , und die Wolken gleichen Würsten. In der Zeichnung er-scheint er sehr mittelmässig. H. Lempert« lies* 1839 die in Cöln vor-handene Blatte für seine Beiträge zur älteren Geschichte der Buch-druck- und Holzschneidekunst abdrucken. Von einem älteren Druckeist uns nichts bekannt.
2184. Eustach Friderich, Ingenieur von Bamberg, ist unter denp I Initialen E. F. No. 1573 bereits eingeführt, und daher bemerken
' wir hier nur, dass sich die Initialen F. I. mit der Jahrznhl i 1120auf einem radirten Blatte mit der Ansicht von Gössweinstein befinden.Im oberen Thoilc dieses Blattes ist die Krönung der hl. Jungfrau vor-gestellt, nach dem Bilde der Wallfahrtskirche in Gösswcinstein.
2185. Unbekannter Goldschmied, welcher in Nürnberg thätig war,*2 und mit dem Meister No. 2187 wohl Eine Person
■/* v L ist. Herr J. A. Bürner fand ein ziemlich gut ge-
•Ö'?. O ^. -W^A. stochenes Blatt, welches eine offene Lilie mit eineranderen geschlossenen Blume am Stengel zeigt. Die Initialen und dieJahrzahl sind in den Ecken angebracht. II. 2 Z. 9 L. Br. 1 Z. 10 L.
2186. Unbekanter Kupferstecher, welcher nach Hcineckc (Neue
FY a Nachrichten &c. S. 370) gegen Ende des 15. Jahrhunderts1 A gelebt haben soll. Dieser Schriftsteller beschreibt ein Blatt,welches einen neben dem Baume sitzenden Satyr mit der Vase vorstellt,