Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
792
Einzelbild herunterladen
 

792 FH — FIIB. Nr. 2103 — 2166.

Friedrich Heigelin, Wardein in Stuttgart, 1760—1794.Friedrich Heerwagen, Münzvcrwalter in Hanau, 1785 — 1821.Friedrich Hoffmann, Münzmeister in Warschau, 1827 — 1830.

2163. Frederick Hillemacher, Maler und Radirer, machte seineV L-i Z ~//~ Studien In Paris, wo er als nationalisirter Franzosef". ri.,J" </~t. fortwährend thätig war. Er malte Genrchildor , undhintcrliess auch mehrere radirte Blätter nach A. Diepram, lt. Fleury,A. van Ostadc , I). Teniers u. A. Der Inhalt dieser Hlättcr gehörtebenfalls dem Genre an. Nach Zeichnungen von Leonardo da Vinciradirte er Köpfe , und ein paar andere nach solchen von Vicente Jo-annes. Nach einem Gemälde, oder einer Zeichnung des Eustach leSucur brachte er das Bild des hl. Bruno in Kupfer. Ueberdicss findetman auch radirte Bildnisse von seiner Hand, darunter jene der MusikerCimarosa, J. 1*. Guignon, A. Kreuzer, Mestrino, P. Locatelli, G. Pugnaniund Viotti. Auch das Bildniss des Malers J. P. Norblin, und einerschönen römischen Frau, la Grazia genannt, ist vorhanden. DieseBlätter, in 8, 4 und fol., haben theils französische, theils holländische.Unterschriften, und sind mit den Jahrzahlen i(140 —MW datirt. Aufden meisten steht der Name, auf anderen zeichnete er F 11. oder Fred. II.

2164 Johann Ferdinand Hainzel, Historienmaler von Augsburg,machte seine Studien in Italien, und hatte als Künstler Ruf.

' Der König Carl Gustav von Schweden bezahlte ihm 1649 fürein Bild des Tobias 600 Gulden. Auch in Augsburg fand er Liebhaber.Hier handelt es sich aber nur um eine Zeichnung, welche Bart. Kilianfür folgendes Werk gestochen hat: Leben und Wunderlhallen des Hei-ligen Magni. Kempten 1605, 12. Das Titclkupfer mit der BezeichnungF. n. del. 13. K. sculp. stellt in einer altarähnlichen Einfassung den hl.Magnus mit dem Drachen und den hl. Gallus mit dem Bären vor. Imoberen Bogen sind drei Wappcnschilde angebracht.

F. Hainzel starb zu Augsburg 1671 im 50. Jahre.

2165. Friedrich Helmsdorf, Landschaftsmaler, geb. zu Magdeburgr i Hin II 1784, machte in Deutschland und in Italien reicheV.U. KU/ ltomae. studien nach j er Natur, und bezauberte durchseine Bilder in Oel und Aquarell viele Jahre das Publikum. SeineWerke sind sehr mannigfaltig, da er sich nicht auf die landschaftlicheVedute allein beschränkte. Er malte mit gleicher Tüchtigkeit aucharchitektonische Ansichten, und belebte seine oft grossartigen Land-schaften mit Figuren und Thicren. Doch ist bei ihm die Staffage nievorherrschend, sondern nur Mittel zur Erhöhung des Interesses. Inder grossherzoglichen Kunsthallo zu Carlsruho sind einige architek-tonische Bilder aus Rom. Die obige Schrift findet man auf einer aus-geführten Federzeichnung aus der Sammlung des Baron von Rumohr.Sie stellt eine römische Landschaft mit Hirten und Schafen vor, und

' gewälirt die Aussicnt auf das mittelländische Meer. Uelirisdorf Hesssich 1809 in Strassburg nieder, und starb um 1845.

2166. Unbekannter Maler und Radirer, welcher um 1544 in. TTJDa Deutschland thätig war. Bartsch erwähnt seiner im Peintrc-

r~D graveur IX. p. 84, gibt aber statt des beigefügten Monogrammsauf der Table des Monogrammes No. 85 nur die Initialen FB, worinihm Hrulliot II. No. 770 folgte. Die genannten Schriftsteller scheinenalso das Blatt mit dem obigen Zeichen nicht gesehen, zu haben, obgleichsie den Inhalt beschreiben. Es stellt den Amor vor, wie er einenjungen Mann an den Händen an einen Baum bindet. Unten gegen