Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
790
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790 FH. Nr. 2157-2159.

vor, in dessen mittlerem Felde die Madonna vorgestellt ist. Oben istdas spanische und ein anderes Wappen angebracht, und von den vor-springenden Thcilcn hängen Lorbeerkränze herab. Die Buchstaben F IIstehen gegen oben in einem abgesonderten Felde, G P" unter der Ma-donna, und tiefer die Jahrzahl 1661. Um das Bild der hl. Jungfraugeht ein stylistisch bewegtes Band mit der Schrift: GRO — YEN —DE — IN — DV — ECH — DEN. Die erwähnten Schriftsteller glauben,dass dieses Blatt den Entwurf, oder die Ausführung eines ausgezeich-neten spanischen Bildners vorstelle. Nach unserer Ansicht könnte derZeichner oder Bildhauer durch die Buchstaben G P seinen Namen an-gedeutet haben, und unter F H vermuthen wir den Kupferstecher FranzHuys, welcher um 1555 —1570 mehrere Blätter mit F. II. bezeichnete,und auch im Fache der Ornamentik thätig war. Das erwähnte Blattist 9 Z. 9 L. hoch, und 5 Z. 9 L. breit.

2157. Francis Higgins, Ciseleur in London, ist durch trefflicheArbeiten bekannt, welche theils in Silber gegossen und ciselirt,

_ theils getrieben sind. Auf der Londoner Kunstausstellung 1851sah man vorzierte Messerhefte, gravirte Klingen u. dergl. Im ArtJournal desselben Jahres sind Proben in Holz geschnitten, und aufdiesen Blättern kommen die Initialen F11 vor.

2158. Friedrich Hobach, Zeichner und Lithograph, geboren zutp fJ Ursheim in Bayern 1809, später Zcichnungslehrer in Altdorf,

• * hinterlicss nach Brulliot II. No. 824 lithographirte Blätternach Rafael , auf welchen die Initialen F 11 weiss auf schwarzemGrunde stehen.

2159. Friedrich van Halsen, auch Hulsius genannt, ZeichnerIT/ r H f "/ un< l Kupferstecher, ist oben unter dem Monogrammev li., r n. jeeu. F H No 2140 ein g e f uhrt) und dahcr lst hinsichtlich

der Zeitbestimmung nichts mehr hinzuzufügen. Die Initialen des Namensfindet man auf verschiedenen Blättern mit Bildnissen von Fürsten undanderen hohen Personen in 8, 4 und fol. Der Künstler zeichnete abernicht immer F II, er verband diese Buchstaben auch zum Monogramme,indem das F in // gestellt ist. F. Hulsius verlebte die grösstc Zeitseines Lebens in Frankfurt a. M., und daher kommen viele Blätter inden daselbst erschienenen Druckwerken vor. Zunächst nennen wirjene in J. J. Boisiardi et aliorum, llomanae urbis topographia et anti-quitates, elegantissimis figurit. Francofurti 1627, fol. Die erste Ausgabevon 1597—1602 besorgte Th. de Bry, es lieferte aber auch für diese■ F. Hulsius Kupfer, deren mehrere mit F. II. und dem MonogrammeH F versehen sind. Bildnisse von der Hand des F. Hulsius sind in

Boissard's: Bibliotheca Chalcographica ------. Neun Theile , Frankfurt

und Heidelberg 1650 — 1654, 4. Der erste Theil erschien 1569 mitKupfern von Theodor de Bry, und Johann Theodor de Bry setzte dasWerk fort, für welchen aber bereits F. Hulsius arbeitete. Dann stachHulsius auch viele einzelne Blätter, darunter Bildnisse von Päpsten,Cardinälen und Fürsten, welche mit FH., und theils auch mit demMonogramme HF bezeichnet sind.

Friedrich Hulsius wird auch gewöhnlich mit dem viel älterenFranz Huys aus Antwerpen verwechselt, oder vielmehr letzterer wirdirrig Friedrich Hulsius genannt. Wir haben oben unter F. //. No. 2149auf dieses Verhältniss aufmerksam gemacht, sind aber mit anderen, vonBrulliot IL No. 824 erwähnten Blättern nicht ganz im Reinen. Daseine stellt den Moses mit den Gesetztafeln in der linken , das andereden Aaron mit denselben Gesetztafcln in der rechten Hand, beide in