Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
762
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762 FG. Nr. 2111-2114.

Zu den Seiten der Titelsclirift stehen Offiziere mit Pique und Partisane,darüber ein Fähndrich mit gesenkter Fahne, und darunter ist die Ver-theidigung mit der Pique gegen acht mit Degen angreifende Soldaten.Der Kupferstecher gehurt vielleicht der französischen Schule an.

2111. Franz Gareis, Zeichner und Maler, geboren zu Marienthal^- 1770, gestorben zu Rom 1803. Schüler von Casanova in Dresden,

"*> ■ machte er sich durch historische Darstellungen und Genrebilderbekannt. Das Monogramm des Künstlers scheint nur auf Zeichnungenvorzukommen. Wenigstens findet man es auf einem radirten Blatte derCora Neumann.

2112. Franz Gäbet, Kunstliebhaber und Radirer, geb. zu WienT&i ■fo'? '' cn 20 Jänner 1765, gest. um 1840, ist durch eine be-jj'1is* M deutende Anzahl von schönen Blättern bekannt. Sie be-

/J^Ci stehen in Landschaften, theils nach Jan van Goyen, Wei-<y ■ J rotter, M. Molitor, F. Koboll, Gh. Brand, L. Janscha, F. Rech-

berger, theils nach eigenen Zeichnungen. Diese Blätter sind im Ganzengeistreich rndirt, meist in kleinem Formate, 12, 8 und 4. Das grössteBlatt, nach der Zeichnung von Molitor, stellt eine Waldgegend mitzwei Frauen und einem Hunde vor, und hat im zweiten Drucke dieSchrift: üedie ä moi-meme Van I du siede 19. Höhe 12 Z. 2 L. Breite16 Z. 8 L. Zu seinen grösseren Blättern gehören auch zwei Hoch-gebirglandschaften mit Felsen und Ruinen nach M. Molitor, qu. l'ol.Der Folge der Blätter nach diesem Meister ist ein Titelblatt beige-geben , eine Landschaft mit Felsblock am Fusse des Gebirges vor-stellend, qu. fol. Auch zur Folge nach Weirottcr findet man ein Titel-blatt. Es stellt die Ruine eines Schlosses am Wasser vor, 4. Die Grösseder Radirungen ist ungleich. Die Folge nach Rcchbergcr hat den Titel:Suite des paysages d' apres les dessins de liechberger par Gabel 1706, qu. 8.Sehr schön und sehr fleissig ausgeführt sind die Blätter nach L. Janscha,an der Zahl wenigstens neun, qu. 8 und 4. Auch etliche Waldlandschaftennach eigener Zeichnung von 1792 sind sehr vollendet. Flüchtiger, abergeistreich behandelt sind sechs Landschaften von 1791, ebenfalls nachGabet's Zeichnungen, qu. 8. Auf mehreren Blättern dieses talentvollenDilettanten kommen die Initialen des Namens neben einander stehendund verbunden vor. Ein zweites Monogramm des Künstlers ist so ge-bildet, dass wir es unter den Cursiven 0 F bringen müssen, indem derletzte Buchstabe in der oberen Bauchung des ersten steht.

2113. Friedrich Gärtner, Architekturmalcr von München, der Sohndes berühmten Architekten dieses Namens, welcher oben No. 2108eingeführt ist, findet hier nur einen vorläufigen Artikel, da ersich gewöhnlich eines Monogramms bediente, wclch'es das V in

(1 gestellt zeigt. Das obige Zeichen fanden wir auf einem Aquarellbildemit der Ansicht eines Portals in Paris. F. Gärtner lag in letztererStadt längere Zeit den Studien ob.

2114. Filippo Giunta, Buchdrucker von Florenz, bediente sich

Ffl einer Vignette, in welcher die gegebenen Buchstaben♦ f y ♦ seinen Namen andeuten. Dieser Holzschnitt stellt zwei^~* auf einem Postamente stehende nackte Knaben vor.Jeder der letzteren hält ein Füllhorn in der einen Hand, und hebt dieandere empor, so dass sich beide Hände zu einem Ornamente ver-einigen , welches die Form einer heraldischen Lilie bildet. Zwischenbeiden Knaben steht ein strahlender Schild. H. 5 Z. Br. 3 l /i Z.