740- F E. Nr. 2042 — 2044.
2042. Frater Elektus Zwinner, Franziskaner in Prag, scheintF F ii I e ' no ^ c ' so nac h Palästina gemacht zu haben. Er zeichnete
e ' Ansichten von Orten, welche durch die Ereignisse aus deniLeben des Heilandes bekannt sind, und von Daniel Wussin (1660—1695Jin Kupfer gestochen wurden. Auf diesen Blättern steht: F. E. del.,Fr. Ekel, del., und Fr. Electus Z. del.
2043. Peter Firens, Kupferstecher und Kunsthändler, geb. umFF FF' 1585, war in Paris thätig, ungefähr von 1606 — 1635.
■ •' ' ' Man findet viele Blätter mit seiner Adresse, welcheaber grösstentheils nicht von ihm selbst gestochen sind. Das ältesteuns bekannte Blatt, welches ihn als Stecher beurkundet , ist an derSpitze folgenden Werkes: tii/lvae sacrae, monumenta sanetioris philo-sophiae, quam severa anaehoretarum disciplina vilae religio doeuit. Paris,J. Leckre 1006. In der Mitte unten steht: Petrus Firens fecil. Dieses"Werk enthält 14 Landschaften mit Anachoretcn, in Copien nach Sa-deler. Auf den meisten Blättern liest man : ./. l.eelere exeud., kl. qu. 4.Die Buchstaben F. E. (Firens Excudii) findet man auf Copien nachH. Goltzius und anderen älteren Meistern. Eine Copie des Blattes vonLucas van Leyden, B. 26, konnte man für Original nehmen. Es stelltDavid als Sieger über Goliath vor, aber von der Gegenseite. Untengegen links ist das Zeichen des L. v. Leyden, und rechts die Adressedes P. Firens. Diese Copie kennt Bartsch nicht. Mehrere Blätter ausdem Verlage und von der Hand dieses Meisters gehören zu den Selten-heiten. Darunter nennen wir das Bildniss des Königs Heinrich IV.von Frankreich im Ornate mit der Krone, und mit Versen im Rande, 8.Auch das Portrait der Maria de Medici, mit Versen im Rande, gehörtin diese Categorie, 8. Das ersterc dieser Bildnisse galt in der AuktionSykes 1 .£. 6 Sh. Sehr selten ist jenes Blatt, welches die päpstlicheEinsegnung des jungen Königs Ludwig XIII. und der Anna von Ocster-reich in Gegenwart des Kaisers Philipp von Oesterreich und der Eli-sabeth von Frankreich vorstellt. Mit dem Namen des P. Firens alsStecher , und der Adresse: Nie. de Mathoniere exe. , qu. fol. DiesesBlatt erschien wahrscheinlich 1610, da in diesem Jahre die Einsegnungdes königlichen Knaben statt fand. Brulliot II. No. 807 sagt, dass Firenszu den ganz mittelmassigen Kupferstechern gehöre. Diess müsste eraus den summarisch erwähnten Copien nach Goltzius ersehen haben.Die oben beschriebenen Blätter beweisen das Gegentheil. Sehr schätzbarsind auch die sieben Blätter, welche in ornamentirter Einfassung dieWeisen Griechenlands vorstellen, nach C. Floris, fol.
Schliesslich machen wir auch noch auf das Titelblatt und die achtanderen fein gestochenen Blätter folgenden Werkes aufmerksam: LetMelamorphoses d' Ovide. Traduites en Prose Francoise et de nouveau soi-gneusement reueues, corrigees en infinis endroits et enrichies de figures ächaque Fable etc. etc. (Traduiles de iV. Renouard). Pour V Authcur ä Parischez la veufue Langlier etc. 101!) , fol. Die spätere Auflage in dreiThcilen erschien 1651 in Paris bei A. Courbe,, fol. Dieser Artikelergänzt jenen im Manuel de 1' Amateur d' Estampes par Ch. le Blanc.II. p. 234.
2044. Franz Engel, Münzmeistcr in Bonn 1638—1639, soll nachp p Schlickeysen Gepräge mit F. E. bezeichnet haben. Zu den
' Stempelschneidern wird er nicht gezählt.
Friedrich Erhardt, ein um 1840 producirender deutscher Stempcl-schneider, wird ebenfalls von Schlickeysen eingeführt, aber ohne Orts-angabe.