Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
738
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738 FDS — FDV. Nr. 2034 - 2036.

der Schule von Ferrara, stehen auf der Basis des Garofolo. Wenn sichaber in irgend einem Gemälde von 1571 die Nachahmung des Fran-cesco Rossi de' Salviati ausspricht, so ist an Francesco dcl Prato, denSchüler desselben, zu denken.

2034. Joost Cornelisz. Drooch ■ Sloot bot uns schon zweimal Ge-legenheit zur Erörterung, indem er sich auch noch an-derer Zeichen bediente. Unter dem Monogramme Cl OSNo. 254 ist dasjenige beigebracht, welches über ihn zuwissen nothwondig ist, und hier sei daher nur bemerkt,dass das erste Zeichen mit der Jahrzahl ißbfl auf einemGemälde vorkomme, welches eine Bauernbelustigung vor-stellt. Es werden sich indessen auch noch andere Bilder

mit diesem Zeichen finden, wenn nicht ausnahmsweise f statt J voran-stellt. Unter JOS ist das dritte Monogramm des Meisters gegeben.Den ersten Buchstaben des zweiten Zeichens wird man ebenfalls fürV nehmen, obgleich der Künstler J D S zeichnen wollte. Brulliot I.No. 1536 gibt es mit der Jahrzahl fß.3.7. Drooch-Sloot, oder Droog-sloot, zählte 1655 gegen 70 Lehensjahre.

2035. Ferdinand de Saint-Urbain, Stempelschneider, geboren zuF DSV \ Nancy ^654, arbeitete in Bologna, und auch in Rom, und

' '., V, ' v | wurde 1703 llofmedailleur des Herzogs von Lothringen.t.Dh.S. V. ] ß r f or tigte viele Stempel zu Medaillen, deren mit denInitialen des Namens bezeichnet sind. Starb 1738.

2036. Felix de Vigne, Maler, Radircr und Schriftsteller, geb. zu/^C\X (OcKrv^ü Gent den f ß - März 1806, gehört in jeder Beziehungü' m jJfrr?i*\(Jy . zu den tüchtigsten Männern seines Vaterlandes.Schüler von Paelinck, widmete er sich mit Vorliebe dem historischenGenre, und daher malte er meistens Scenen aus dem Mittelalter, inwelchen er die gründlichste Kenntniss der Sitten, Gebräuche und Co-stümc jener Zeit an den Tag legt. Auf seinen Reisen in Holland,Belgien, Frankreich, England und Deutschland brachte er eine reicheSammlung von Kunstgegenständen aller Art zusammen, und wo ersolche nicht erwerben konnte , suchte er wenigstens die Erinnerungdurch Zeichnungen fest zu halten. Als erstes Resultat seiner umfas-senden Studien nennen wir folgendes Werk: Vade Me.cum, ou llecueüde costumes du moyen-iige, pour survir u V histoire de la llelgiyue et sespays circonvoisins , par Felix de Vigne , 4. Zwei Thcilc mit ungefähr1000 Costümbildcrn und anderen Vorstellungen, welche der Künstlerselbst radirt hatte. Auf diesen Blättern kommen die gegebenen Buch-staben vor, welche somit auch auf den Zeichnungen desselben sichfinden werden. Iinmerzcel , De l.ewns cn Werken der /toi/, en vlaam.Kunstsc.hilders etc. III. p. 192, gibt auf der beigefügten Monogrammcn-tafel nur ein ans F VI) gebildetes Monogramm, sagt aber nach seinerGewohnheit nie, ob es auf Gemälden oder Zeichnungen vorkomme. Indem erwähnten Oostttrnworke ist unsers Wissens kein Blatt mit einemderartigen Zeichen versehen , es könnte aber auf Abbildungen seinerim Jahre 1840 erschienenen Gesehiedenis der ochivale bouworde in Belgievorkommen. F. de Vigne hatte die Abbildungen der mittelalterlichenBauwerke nicht allein gezeichnet, sondern auch radirt und gestochen.Der Künstler befasste sich in seiner früheren Zeit überhaupt viel mitder Nadel und dem Grabstichel. Von seiner Hand sind auch dieschönen Bildnisse in: Lectures relatives ä l'histoire des teures en Belgique,par F. V. Ooethali. Bruxelles 1037 — llt.ill, und in der Fortsetzung:llistoire des letlrcs, des sciences et des arts. Bruxelles i840—t843. Fürdiese Werke lieferte F. de Vigne auch literarische Beiträge, selbst-