Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
736
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736 FDH. Nr. 2028.

Glückliche, zugleich der Vater unsers kunstliebenden Domherrn, warFriedrich von Fürstenberg, Erbvogt und Herr in Beilstein, Waidenburgund Oberkirclien, geheimer Rath zu Cöln und Paderborn. Er starb1662 und hinterliess mehrere Söhne. Wir gehen auf diese Verhältnisseein, weil in früheren Werken darauf nicht Rücksicht genommen ist.

Graf Leon de Laborde (llistoire de la gravure en maniere noirep. 209 — 212) beschreibt sechs Blätter in schwarzer Manier, welcheaus der Zeit der Erfindung dieser Kunst stammen. Prinz Rupert vonder Pfalz, welcher das Gcheimniss von Ludwig von Siegen erfahrenhatte, weihte den Kupferstecher Wallerant Vaillant unter dem Siegelder strengsten Verschwiegenheit in dasselbe ein. Allein gegen 1656wurde das Siegel durch Verrath, angeblich durch Vaillant's Sohn, er-brochen. Der Domherr von Mainz war schon 1656 im Besitze des Ge-heimnisses, und machte davon unter seinem Namen den verständigstenGebrauch. Ob er das Verfahren der Schabkunst durch freundschaft-liche Mittheilung kennen gelernt hatte, ist nicht bekannt, gewiss istaber, dass er 1656 bereits Vorzügliches leistete. In der Reihe von derErfindung an folgt er auf W. Vaillant, und seine Schüler Job. Friedrichvon Eltz und J. J. Kremer traten in seine Fussstapfen. Unter den vonMr. L. de Laborde beschriebenen Blättern tragen nur drei den Namendes B. von Fürstenberg, nämlich das Bildniss des Erzherzogs Leopold,das Blatt mit dem Haupte des Täufers Johannes, und im zweiten Druckejenes mit der Büste des Heilandes, dessen Haupt mit Dornen gekröntist. L. de Laborde beschreibt dieses Blatt p. 210, und bemerkt, dassim ersten Drucke der Rand schwarz sei, und der Heiland keine Aureolehabe. Letztere wurde später beigefügt, und im Rande steht jetzt fol-gende, von M. de Laborde nicht ganz gegebene Inschrift: Hunc sacrum,Leopolde , typum tibi dedico, Regis Ex et bis Spinis Crescet Leopolde Co-rona. Theodorus Casparus a Furstcnbergh fecü. Höhe 4 Z. 10 L. Breite5 Z. 7 L.

Das Blatt mit den obigen Initialen kennt L. de Laborde nicht.Nach Brulliot II. No. 801 sollte man annehmen, dass B. v. Fürstenbergmehrere Bildnisse mit dem Namen und den Initialen bezeichnet habe,wir kennen aber kein Bildniss mit den verkehrten Buchstaben. EinBlatt mit den Initialen beschreibt aber R. Weigel im KunstkatalogNo. 6114. Es stellt einen singenden Mann mit Pelzmütze vor, welcherin der rechten Hand eine brennende Tabakspfeife, und in der Linkenein brennendes Licht hält. Auf dem Tische liegt eine Cither, und obenstehen die Initialen. H. 8 Z. 2 L. Br. 6 Z. 7 — 8 L. Im Künstler-Lexicon IV. S. 524 machten wir auf das Bildniss eines Fürsten imBrustbilde von 1658 aufmerksam. Diess ist wahrscheinlich das vonWeigel 1. c. No. 6113 erwähnte Bildniss des Markgrafen Friedrich V.oder VI. von Baden in Oval mit der Unterschrift: Fridericus I). 0.Marchio ßadensis Et Hoehbergs. Landgravi» In Sausenberg. Comes InSponheim etc. etc. II. 10 Z. 4 L. Br. 7 Z. 10 L. Graf L. de Labordekennt dieses Blatt nicht. A. Blotcling stach nach ihm 1669 das Bildnissdes Bischofs Ferdinand von Paderborn. Dieser Bischof war der Bruderunsers Künstlers. Er gab 1672 die Monumenta Paderbornensia in ver-mehrter Auflage heraus, und dafür wurde wahrscheinlich das Bildnissbestimmt.

9098 V ilo 11 l so 'l na °h Heller, Monogr.-Lexic. S. 127,ouäu. i . ae ii - K , auf ciner Landschaft in 0el 8 tehen. Diess

ist alles , was der erwähnte Schriftsteller zu sagen weiss , und somitist es fast unmöglich, weiter anzuknüpfen. Wenn Heller den letztenBuchstaben allenfalls undeutlich gefunden hat, so dass ( oder st zu