720 FB —FBA. Nr. 1951 — 1955.
in dessen Mitte das Fragment einer Säule mit Basis zu sehen ist. Ausdem tieferen Mittelgründe ragt ein altarförmiger Stein hervor, aufwelchem eine Vase steht, und neben demselben sieht man einen grossenStein mit der Andeutung eines Basrelief. Hinter diesem Steine zeigtsich eine termenförmige Statue. Eine aus schmalen Brettern gebildeteWand, und Gebüsch hemmen die Aussicht in die Ferne. Links obenin der Luft bemerkt man die obigen Buchstaben, welche aber nichtdeutlich hervortreten, besonders der zweite. H. 2 Z. 9 L. Br. 4 Z.
Diese Landschaft ist im Aetzen nicht gan^ gelungen. Die raschgeführte Nadel scheint an manchen Stellen den Grund nicht genugweggenommen, und die Wirksamkeit des Scheidewassers gehindertzu haben.
1951. Francesco Brizio soll nach Orlandi, Abcedario S. 507, radirter D Blätter mit den Buchstaben F ß bezeichnet haben, Brulliot II.
/ ß No. 769 zieht aber diese Angabe in Zweifel, da er nur Blättermit den Initialen F. B. F. kennt. Wir fanden die gegebenen Buchstabenauf einem dem Verfasser des Peintre-gravcur unbekannten Blatte mitder thronenden Madonna, welche von zwei schwebenden Engeln um-geben ist. Vor ihr kniet St. Benedikt mit dem Kreuze, und links sitztein Engel mit der Bandrollc auf dem Adler. Auf der Rolle steht: Inhoc iigno vinces. Rechts unten: Francesco liritio iO f 10, und auch dieobigen Buchstaben kommen auf dem Blatte vor. Sie können sich nurauf F. Brizio beziehen. H. 8 Z. 1 L. Br. 10 Z. 10 L. Der Namedes Künstlers scheint nur im späteren Drucke beigefügt worden zu seyn.Unter den Initialen F. li. F. kommen wir auf diesen Künstler zurück.
1952. Joseph Brecheisen, Emailmaler und Kupferstecher von-\ cf Wien, übte seine Kunst in Copenhagen, dann in Berlin, und4- C\ kehrte 1765 wieder in seine Vaterstadt zurück. Er radirteA- 1 . mehrere Blätter, deren auch mit Br f. bezeichnet sind. DieT 5 Y » gegebenen Buchstaben, welchen die Jahrzahl voransteht, findetman auf einer felsigen Landschaft im Geschmacke des S. Rosa, aberin Copie nach Dietrich, 4.
1953. Frannois Boucher, der bekannte Hofmaler des KönigsC ~D Ludwig XV. von Frankreich, ist im ersten Bande unter
Qy JJ No. 1593 eingeführt, und mit Bezugnahme auf denselben
r D / D Artikel bemerken wir daher nur, dass die ersten InitialenJ JD ftW- / « auf etlichen Blättern in dem dort erwähnten Werke desAntoine Watteau vorkommen. Die zweiten Buchstaben mit dem Bei-satze del. stehen auf radirten Landschaften und Ansichten aus der Um-gebung von Baris, qu. fol. Die weiter darauf vorkommende Bezeichnung:F II Scul. bezieht sich auf Friedrich Rcclam, welcher nach Zeichnungenvon F. Boucher radirt hat.
1954. Unbekannter Künstler, oder vielleicht nur Dilettant, welcher— Ost lfl_ c ' ncn Versuch im Radiren gemacht hat. Das Blatt mit den
£ " 1^" gegebenen Buchstaben stellt einen liegenden Hühnerhundin gegenseitiger Copie nach Fyt vor. Das Zeichen bemerkt man unterdem linken Hinterfusse des Hundes. II. 5 Z. Br. 6 Z. 7 L.
1955. Unbekannter Künstler, wahrscheinlich Maler, welcher der, , Schule des II. Saftleven angehört. Herr J. A. Börner kennt
F"B-_/B ein schön radirtes Blättchon mit einer Landschaft, in welcherder Fluss den grössten Thcil dos Vorgrundes einnimmt. Links vornerhebt sich ein Felsstück, auf welchem einige Nadelholzbäume stehen,alles dunkel gehalten. Mehr dem Mittelgründe zu sieht man ein e