708 FB. Nr. 1926.
zwei Bilder zuschreibt. Dieser Künstler malte anmuthige Bilder in derWeise des Andrea del Sarto, und er könnte daher für letzteren ein-treten müssen. Die Buchstaben F. B. würden sich demnach auf Fran-cesco Bachiacca beziehen, obgleich in J. Hübner's Catalog der königl.Sammlung in Dresden No. 25 das Gemälde dem Francia Bigio zuge-schrieben wird. Im früheren Cataloge wird Andrea del Sarto noch alsTheilhaber bezeichnet. Hübner schlicsst ihn aber wohl mit Recht aus.Wir wollen jedoch Franciahigio's Antheil nicht bestreiten. Nach dergefälligen Mittheilung des Herrn Direktor Passavant befindet sich aufdem Gemälde noch ein anderes Monogramm, welches aus den Buch-staben FC AI' besteht, und über der Jahrzahl MUXXIIl eingezeichnetist. Dieses Zeichen schreibt Passavant dem Franciabigio zu, und somitkönnte F. Bachiacca um so eher eintreten, als man mit Grund ver-muthet, dass Bachiacca mit Franciabigio und Pontormo für GiovanniMaria Benintendi gearbeitet hat. Das Gemälde stammt nämlich ausdem Hause desselben. Vergl. A. Reumont, Andrea del Sarto. Leipzig1835 S. 140. Der genannte Schriftsteller bezieht aber die Bezeichnung:A. S. MUXXIIl. F. B. auf Andrea del Sarto und Franciabigio.
1926. Angeblich Franz Brun, fand dieser Meister oben unter demJ%$9 Monogramme FB. No. 1910 seine Hauptstellc, und wir
■pjv -j-, _ verweisen hier hinsichtlich der weiteren OrientirungrD,r X> . darauf. Die Blätter dieses Meisters beschreibt Bartsch' 5 FB i 3 IX. p. 443 ff., es sind aber Zusätze nothwendig geworden.]FB,./FB.f Wir zählen hier die Blätter mit den Initialen F.B. auf,es könnte aber das eine oder das andere auch das Monogramm tragen,da Bartsch unter dem Worte Chiffre nicht immer dasselbe versteht.Wenn wir diesen Artikel von jenem mit dem Monogramme trennen,möge man bedenken, dass nur hier die Blätter mit F B. zur Sprachekommen können.
1) Christus am Kreuze, umgeben von Maria und Johannes, 8.Dieses Blatt nennt Frenzel im Catalog Sternberg II. No. 1240. Ausseiner Angabe geht aber nicht hervor, ob das Monogramm, oder dieInitialen auf demselben stehen.
2 — 15. fB.No. 1 —13] Der Heiland und die zwölf Apostel. Rechtsoder links unten stehen auf 11 Blättern die Namen derselben, unddazu kommt ein Artikel aus dem Credo in lateinischer Sprache. Nachden Namen der Aposteln folgen die Nummern von I. — XII., und danndie Initialen F B mit den Jahrzahlen 1562 und i563. Das erste Blattstellt den segnenden Heiland mit der Weltkugel vor, welches bei Bartschfehlt. Oben steht: IESVS CH1USTVS, und rechts unten das Zeichen.Das vierzehnte Blatt stellt St. Paulus mit dem Schwerte vor, ohne Ar-tikel aus dem Credo. Links unten steht: S. Paulus, rechts: F. B. DieJahrzahl 1662 ist links unten.
16) [B. 14] Der Evangelist Johannes mit dem Kelche, vom Rückengesehen, und mit dem Adler zu seinen Füssen. Oben rechts : F B. Höhe
3 Z. 10 L. Breite 2 Z. 7 L. Bartsch gibt nur eine Höhe von 3 Z.
4 L. an, das uns vorliegende Blatt ist aber höher.
17) [B. 15] St. Petrus mit einem grossen Schlüssel in der Rechtenund einem Buche in der Linken auf weissem Grunde. Links nachunten die ersten Initialen mit f.559. H. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 8 L.Bartsch gibt nur eine Höhe von 3 Z. 4 L. und eine Breite von 2 Z.7 L. an. In diesem Falle handelt es sich um eine Wiederholung ingrösserem Formate. Er spricht auch von einer Chiffre auf diesem unddem obigen Blatte, während er bei anderen Blättern die Initialenunterscheidet.