FB. Nr. 1924 — 1925. 707
wie er das Haupt auf die linke Hand stützt, und in einer Schrift liest.Halbe Figur in Profil nach rechts. Oben in der Ecke links: F. Hol f.H. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 9 L.
Im Catalog Stengel IL No. 1322 ist von dem Opfer des AbrahamB. No. 1 eine sehr täuschende und seltene Copie angegeben , welchenur 15 Z. 2 L. hoch seyn soll, während Bartsch 15 Z. 9 L. angibt.An die Existenz einer solchen Nachbildung glauben wir nicht. Esbesteht wahrscheinlich nur eine auf einem Druckfehler beruhende Dif-ferenz des Masses. Dagegen gibt es eine Copie des Blattes No. 15 beiBartsch. Es stellt die halbe Figur einer Frau in Oval fast im Profilnach rechts vor. Der Grund ist weiss , nur über der rechten Achselbemerkt man eine leichte Schattirung. Oben steht zart gerissen i f. holf. *044i II. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 10 L. Im Originale erscheint diePlatte ursprünglich oval geschnitten, in der Copie ist das Oval aufeiner viereckigen Platte mit einer Linie gezogen. Im Orginale hat dieFrau ein Ohrgehänge, in der Copie fehlt es. In letzter steht auchBoL statt Hol. und die Zahl 44 ist kleiner als 0. Die Nachbildungist übrigens sehr täuschend. Von einigen Blättern des F. Bol scheinenauch Druckverschiedenheiten zu bestehen, wie mit dein AstrologenB. 8. Er sitzt vor einem mit Büchern und einem Globus besetztenTische, und den Grund bildet eine Art von Arkade. Diese ist im ge-wöhnlichen Drucke stark beschattet, im frühesten Zustand ist aber derGrund unter derselben bis zur Mütze des sogenannten Astrologen ganzweiss, so wie der Tisch und die Hände des Mannes. Die Einfassungs-l'nion sind durchhin unregelnuissig. In diesem Zustande kommt aberJas Blatt äusserst selten vor.
1924. Francois Bourlier, Maler und Kupferstecher, geb. zu Paris-ß_-?>i 1072, war Schüler von Louis de Boullognc, und ge-. /y 3^ langte zur Stelle eines Malers des Königs. Er hielt
(jJl. sich längere Zeit in Rom auf, scheint sich aber nur
.<~L ^"/O gjc . mit Zeichnungen befasst zuhaben. Nach seiner Rück-Y <JO kehr gründete er in Paris eine Kunsthandlung. Als
Verlagsartikel ist folgendes Werk zu betrachten: Livre de portrailure,nouvellement imprime de plusieres itudes de Francois Perricr . designe äHome pur Francois Bourlier l'einlre ordinaire du Boy. 18 Blätter vonverschiedener Grösse. Auf einigen stehen nach Brulliot I. No. 898 dieobigen Zeichen, wodurch sich Bourlier als Zeichner und Verleger be-urkundet. Sein Monogramm findet man aber auch auf anderen Blättern,wie im zweiten Drucke einer grossen Radirung von Michel Ange Cor-neille jun., welche die heil. Familie vorstellt, R.-D. p. 294 No. 13.bourlier scheint die Platte mit dem Stichel übergangen zu haben, daim ersten Drucke keine Retouche zu bemerken ist.
1925. Marc Antonio Franciabigio ist im ersten Bande No. 1261F ß zugleich mit Andrea del Sarto eingeführt, und es ist auch das
' ' Gemäld e beschrieben , auf welchem die Buchstaben F. B. mitder Jahrzahl HOB vorkommen. Dieses in der k. Gallerie zu Dresdenvorhandene Gemälde, welches mehrere Scenen aus dem Leben desKönigs David vorstellt, hat an Vasari einen gewissen urkundlichen Halt,""bin er im Leben des Franciabigio davon spricht, aber wohl nur aus"er Erinnerung, da er von der Aufschrift nichts erwähnt: A. S. MDXXIU,F-B. Wir zweifeln, ob unter A. S. „Andrea del Sarto" zu verstehenHt 'h gewiss ist aber, dass zwei Künstler an dem genannten Bildcrcyclusgearbeitet haben. Fraglich ist der Anthcil des Francesco d' AlbertiniVerdi, genannt il Bachiacca, von welchem wohl Vasari im Leben des* ranciabigio spricht, wenn er einem Francesco d' Albertino summarisch
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