FB. Nr. 1912—1917. 703
1912. Friedrich Bischoff, Historien- und Genremaler in München,
BTp^ behauptet im ersten Bande No. 1816 eine ehrenvolle Stelle,tJt^ und es ist bereits bemerkt, auf welchen Kunstprodukten/ sLJ das Monogramm vorkomme.
1913. Unbekannter Goldschmied, welcher in Deutschland thätig
Bwar, und in Kupfer gestochene Musterblätter für seine Kunst-genossen hinterliess. Er ist höchst wahrscheinlich Eine Personmit dem Meister F B. von 1597, welcher unter diesen Initialen eingeführtist. Das gegebene Zeichen, mit dem Beisatze IN, findet man auf einemBlatte, welches rechts und links Festons und einen darauf sitzendenVogel zeigt. Unten in der Mitte ist das Künstlerzeichen, und rechtsdie Jahrzahl <5ö7. H. 2 Z. 6 L. Br. 4 Z. 10 L. Brulliot I. No. 889macht auf dasselbe Blatt aufmerksam, gibt aber die Jahrzahl 1000, sodass zweierlei Abdrücke vorhanden seyn müssen.
1914. Friedrich Behem, Buchdrucker in Mainz, war um 1548a » thätig, und bediente sich einer in Holz geschnittenen Vignette1 R t a ^ 8 Adresse. Dieses Blatt enthält eine weibliche, auf der Erd-*ü-» kugel stehende Figur mit fliegendem Haar, welche in der rechtenHand die Sanduhr mit dem Todtenkopf, und in der Linken Blumenhält. Zu ihren beiden Seiten steht: CONCVPIS CENSIA. üeber derFigur: Stulte quid eil mundus etc., und unter der Kugel: Mundustransit etc. Das Zeichen ist an der Kugel. H. 2 Z. 4 L. Br. 1 Z.4 — 5 L. Dieser F. Behem könnte der Vater des Buchdruckers SigmundBehem seyn, welcher in Frankfurt a. M. unter dem Namen S. Feyer-abend grosse Thätigkeit entwickelte.
1915. Friedrich Brentel, Miniaturmaler und Radirer von Strass-g bürg, kommt schon im ersten Bande No. 1817 mit einem ans B F.
bestehenden Monogramme vor, welches aber das F in ß gestelltzeigt, so dass wir es unter F B nicht geben könnten. Das obigeZeichen, und anch die Initialen FB findet man in dem Werke desEsaias van Hülsen, welches auf 92 Blättern Hoffeste bei der Taufe desHerzogs Ulrich von Würtcmbcrg, und der Hochzeit des Herzogs LudwigFriedrich mit der Landgräfin Elisabeth Magdalena von Hessen vorstellt,unter dem Titel: Ayentliche Wahrhafte Delineatio vnd Abbildung aller
der Fürstlichen Aufzug und Ilütterspiel ------ Inn der herzoglichen Haupt-
*'oM Stutgarlt ------• 1617, qn. fol. Nur wenige dieser zart und geist-reich radirten Blätter sind mit dem Monogramme bezeichnet. In derBegebenen Form steht es auf der Titeleinfassung zum Aufzug des Ben-jamin von Buwinkhausen, und zum Aufzug zum Ballet mit einer Grotte.Verschiedene andere Blätter dieses Künstlers sind I. No. 1817 ver-zeichnet , und sollte das Monogramm auf irgendeinem dem obigengleichen, so möge man es entschuldigend hieher beziehen. Unter F B.kommen wir auf F. Brentel zurück.
1916. Carl Friedrich Böser, Maler in Düsseldorf, ist im erstenBande No. 1815 eingeführt, und daher belassen wir eshier bei dein Rückweise. Die Bildung des Monogrammsmöchte die Veranlassung geben, eher unter F B, als unterB F die Recherche zu beginnen.
1917 . Ferdinand Beer, Historien- und Genrcmaler, machte seineStudien auf der Akademie in Dresden, und begab sich dannnach München, wo der Künstler von 1840—1856 thätig war.Man findet schöne historische und mythologische Gemälde,
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