702 tFB. Nr. 1911.
20) [B. 50] Ein Soldat in Rüstung mit der Lanze in der Rechten,im Profil nach links. Das Zeichen rechts unten.
21) [B. 51] Ein Soldat mit dem Spadon in der rechten Hand, undmit erhobener Linken, nach rechts schreitend. Hechts unten das Zeichen.
22) [B. 52] Ein Soldat mit der Zimmermannshacke auf der Achselnach links schreitend, wo unten das Zeichen steht.
23) [B. 53] Der Constabler mit brennender Lunte hinter einemErdwalle, wie er nach der rechts stehenden Canone deutet. Links untendas Zeichen mit 15üf). H. 2 Z. 9 L. Br. 2 Z. 8 L.
24) [B. 54] Der Trompeter zu Pferd nach links. Links unten amSteine das Zeichen mit <.5.3.'). In der Grösse des obigen Blattes.
25) [B. 75] Die betrunkenen Bauern, fünf an der Zahl. Links liegteiner auf dem Bauche, und gibt seinen Ueberfluss von sich. Nebenihm sitzt Bacchus, welcher ebenfalls vomirt. Ueber dem Kopfe des-selben steht: BACHUS. Gegen rechts bemerkt man nach Bartsch dieChiffre dos Künstlers. In Friesform. IL 10 L. Br. 6 Z. 3 L.
26) [B. 76] Die betrunkenen Bauern, fünf an der Zahl, und dabeizwei Weiber, welche ihre Männer schlagen. Links verrichtet ein Bauerbeim Kruge die Nothdurft, und der neben ihm stehende Mann vomirt.lieber diesen beiden Figuren steht: ES MVOSSIN. In der Mitte prügeltdas Weib den besoffenen Mann, und rechts schlägt ein anderes Weibden Rauschigen mit dem Stocke zu Boden. Links oben am Baumebemerkt man das Zeichen. In Friesform. H. 11 L. Br. 6 Z. 3 L.
27) Die Folge der Jagden und anderer Thiere, B. 96 — 107, sieheunter F. U. Nach Bartsch sind einige Blätter mit der Chiffre bezeichnet,zuweilen versteht dieser Schriftsteller aber auch die Initialen darunter.
1911. Francois Perrier, Maler und Radirer von Macon in Burgundta_ IL IQ (1590— 1660), soll der Träger des ersten Zeichens seyn.ßJFJD Man findet es auf einem radirten Blatte, welches die Marterdes hl. Ceccardus vorstellt. Der Heilige liegt in bischöflicher Kleidungauf dem Boden, und daneben führt ein Mann mit der Hacke einenHieb nach ihm. In seiner Nähe steht auch ein Mann mit der Lanzein Begleitung eines Weibes mit dem Kinde. Nach dem Grunde zu be-merkt man zwei Mädchen , wovon das eine den Korb auf dem Kopfeträgt. Links oben schwebt der Engel mit der Palme. Das Zeichen istunten am Fusse der Bank, auf welche rechts das Weib den linkenArm stützt. Im Rande: B. Ceccardo Martire Fcjcouo della anticha LxnaMadrigale. II. 10 Z. 3 L. Br. 7 Z. 4 L.
Brulliot I. No. 893 schreibt dieses Blatt einem unbekannten spa-nischen Maler zu, und findet in der Manier einige Aehnlichkeit mitjener des Cesare Testa. Frenzel zählt es im Catalog Sternberg IV.No. 68 unter den eigenhändigen Blättern des F. Perrier auf, angeblichmit der Bezeichnung: F. B. fee. Man müsste demnach Franciscus Bur-(fundux lesen. Perrier's gewöhnliches Zeichen besteht aber aus denBuchstaben F P und FP.B. Wir wollen aber das Blatt dem F. Perrierdoch nicht unbedingt zuschreiben, obwohl Frenzel den Vergleich mitanderen Arbeiten des Künstlers anstellen konnte.
Das zweite Monogramm schreibt Brulliot I. No. 891 ebenfalls demF. Perrier zu. Er entnahm es dem Cabinet de Mr. V * * * (Valois),gesteht aber, nie ein Blatt mit diesem Zeichen gesehen zu haben. DioDeutung auf Perrier unterliegt keiner Schwierigkeit, Niemand sagt unsaber, auf welchem Kunstproduktc das Zeichen vorkomme. Ueber dieächten Blätter des F. Perrier handelt Robert - Dumesnil im Peintrc-graveur francois VI. p. 159 ff. Er schreibt ihm nur die Radirungenmit den Monogrammen FP. und FPB. zu.