Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
696
Einzelbild herunterladen
 

696 FAM. Nr. 1890—1891.

theils ohne Bezeichnung, und nach Zeichnungen von L. Pasinelli ge-fertiget. Die Initialen des Namens findet man auf Blättern mit antikenVorstellungen in Thomae Demsteri — de Etruria Heguli Libri VII. Flo~rentiae 1713, fol.

Fast ganz unbekannt gehliehen ist ein Blatt in schwarzer Manier.Es stellt das Bildniss des Malers Cav. Marco Antonio Franceschini vor,und befindet sich in der Storia dell' Academia Clementina di Bologna —(Ed. di Giampietro Cavazzoni Zanolli). Bologna, per Lelio della Volpe1730, 4.

1890. Unbekannter Kupferstecher, welchen wir mit Francesco•p \ ~\A Antonio Meloni nicht für Eine Person halten. Man findet

• ' diese Initialen auf einem Kupferstiche, welcher in Copienach Albrecht Dürer den Abschied des Heilandes von der Mutter vor-stellt. Das Original gehört zur Folge aus dem Leben der Maria, undwird von Bartsch No. 92 beschrieben. Dieselbe Darstellung hat auchMarc Anton copirt, und desswegen wurde vielleicht Heineckc verleitet,Fecit Antonius Mareu» zu lesen. Auch Graf Lepel bezieht die Buch-staben F. A. M. auf Marc Antonio. Brnlliot II. No. 762 nimmt diesesBlatt für F. A. Meloni in Anspruch, und schreibt ihm auch die Zeich-nung zu. In diesem Falle müsste es sich um eine andere Compositionhandeln, worüber wir nicht entscheiden können. Die Copie mit F A M.ist nach dem Stiche des Marc Anton gefertiget, und hat folgende In-schrift : Aipice Virgo parens modo me calvaria poscit. II. 10 Z. 10 L.Br. 7 Z. 10 L. lieber F. A. Meloni handeln wir im folgenden Artikel.

1891. Francesco Antonio Meloni, Maler und Radirer, geboren zu7—' Z7 HA ß° lo ß na 1676 > gestorben zu Wien 1713. SchülerH . /~I • Jl/I • von M. A. Franceschini, ist er weniger durch

-£, "^ iSj, r • Gemälde, als durch radirte und gestochene Blätterr "A-AI ■ oT^Ct* bekannt, deren Bartsch XIX. p. 443 ff. sechzehnJP \ ?V7 ~U] beschreibt. Sie stehen in mittelmässigen Preisen,

T'1\LjL'x' verrathen aber einen geübten und tüchtigen

Künstler. Er war auch Mitglied der Akademie in Bologna. MehrereBlätter sind mit den Initialen des Namens bezeichnet, wir zählen sieaber nicht auf, da Bartsch, und nach ihm das Künstler-Lexicon IX.S. 88 ff. darauf hinweiset. Bemerkt sei nur, dass sich an die erstenBuchstaben der Beisatz: del. et ine. schliesst.

Das Blatt mit F. A. M. F. kennt Bartsch nicht. Es stellt St. Prosperund einen anderen Heiligen auf Wolken vor. Die Bezeichnung M.A.F.In. bezieht sich auf M. A. Franceschini, die Buchstaben F. A. U. F.sind leicht zu erklären. Meloni dedicirte dieses Blatt dem CanonicusJohann Baptist Calcaneo. H. 14 Z. 3 L. Br. 9 Z. 9 L. Bartsch sahauch das im Cahinet Paignon-Dijonval erwähnte Blatt mit St. Cäcilianicht. Die Heilige spielt die Orgel, und ist in einem Oval vorgestellt.Ueber den Initialen F. A. M. steht: Car. Cign. pinxit. Durchmesser derHöhe 8 Z. 9 L. Die von Bartsch nach dem Cabinet Paignon-DijonvalNo. 5 erwähnte Landschaft mit zwei Frauen ist nicht genau beschrieben.Die links sitzende Frau empfängt von einem Kinde einen Korb mitBlumen, oder Früchten. Im Rande steht: Da mihi partem de mandra-goris ßlii tui. Gen. cap. 30. v. 14. Links: M. A. Francesehini p., rechts:Dalla Volpe forma. Höhe 11 Z. 7 L. und 9 L. Rand, Br. 8 Z. 4 L.Dieses Blatt scheint selten zu seyn. Zu dem von Bartsch No. 11 be-schriebenen Blatte mit Venus unter dem Zelte und dem schwebendenAmor bemerken wir, dass Exemplare ohne alle Schrift vorkommen.Bartsch kennt nur die Abdrücke mit der Adresse von Guidotti undMeilini.