F. Nr. 1846 - 1848. 685
Brulliot II. No. 749 deutet die Bezeichnung F fe. auf JeronymusFalck. Man findet sie auf Blättern einer Folge der fünf Sinne mit derAdresse von M. lc Blon, fol. Diese Blatter sind ebenfalls von S. Furckgestochen, zur Zeit, als le Blon noch in Frankfurt thätig war. DieserKünstler Hess sich in der letzteren Zeit seines Lebens zu Amsterdam nieder.
1846. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher um
F> 1490—1500 in Venedig thätig war. Er war Zeitgenosse des Meistersr 6, welchen wir im ersten Bande No. 1613 eingeführt haben. Mandeutet den Buchstaben b auf einen der Belliui als Zeichner, und indiesem Falle wäre der Meister F zu den Formschneidern zu zählen.Auf Florio Vavassore, den Bruder des Giovanni Andrea Vavassore, dettoGuadagnino ist wohl nicht zu denken, da dieser Künstler noch 1544lebte. Wir werden uuter ZA. ZAD und ZA V über ihn handeln.Holzschnitte mit dem Buchstaben F findet man in folgendem Werke:Tavola de le rubriche del primo libro de In prima deca de Tito Liviopadoano historico etc. Am Ende: Finite le Deche de Tito Liuio pa-douano hhloriographo uulgare historiate cö uno eerto traetato de hellopunico. Slnpale nella inclita cittade di Venetia per Zouane Vercellese adinstantia del nobile Ser Luca antonio zonta Fiorentino. Nel AnnoMCCCCLXXXXlll adi. XI. del mese di Febraio, fol. Die vielen kleinenVignetten sind grösstentheils mit F bezeichnet. Auf anderen Blätternkommt der Buchstabe b vor. Grössere historische Darstellungen habendie prächtigen architektonisch verzierten Titeleinfassungen zu Anfangder Decaden. Dieselben Holzschnitte mit drei Titeleinfassungen sindauch in: T. Livii Dccades —. Veneliis per Ph. Pineium 1490 , fol.Weitere Ausgaben: Venetiis per Joaiiem ac ßernardum fratrea Vercellensea1506, und: Venetia p. Barth, de Zani de Portesio 1511, fol. Die Aus-gabe von 1506 hat auf dem Titel das Zeichen des Lucantonio Zonta.
1847. Heinrich Fttssly, Zeichner und Maler, geb. zu Horgen amp Züricher See 1720, gest. 1801. Als Aufseher der Sust (Waarcn-
niederlage) in Horgen, malte er in seinen Mussestunden Land-schaften, Vögel, Insekten n. s. w. Auch Zeichnungen für den Buch-handel lieferte dieser Künstler. Von ihm sind die Vignetten in SalomonGessner's Schriften. Zürich 1762, 8. Auf jenen zur Idylle: Mirtil,steht der Buchstabe F.
1848. William Faithome sen., Miniaturmaler, Zeichner und Kupfer-, _,^-s Stecher, geb. zu London 1620, gest. 1691. Schüler von
Ifi'r W R - P eakc un(1 R - Nanteuil, hinterliess er nicht nur ver-T, X/ JL schiedene Bildnisse in Miniatur, und in farbigen Stiften,sondern auch eine bedeutende Anzahl von Kupferstichen in der Maniervon R. Nanteuil und C. Mcllan , worunter wieder die Bildnisse dieüberwiegende Mehrzahl bilden. Im Cabinet Sykes waren 183 Blätter,von welchen bei der im Jahre 1824 stattgefundenen Auktion selbst dasgeringste nicht unter 1 £■ wegging. Einige Probedrücke und andereSeltenheiten erreichten einen enormen Preis, den höchsten das Bildnissder Margaret Smith Lady Herbert zu 54 £. 12 Sh. Ausserdem nennenwir noch die Bildnisse des Sir Francis Englefield of Wooton Bassetzu 48 £. 6 Sh., der Königin Catharina in portugiesischer Tracht vorder Inschrift zu 44 £. 2 Sh., des John Viscount Mordaunt in Rüstung^u 42 £., des Robert Henley zu 37 £. 16 Sh., der Honoratissimae Do-minao Paston Effigies, das Meisterstück des Künstlers, zu 42 £. 10 Sh.,des Sir Mountague Earl of Lindsay zu 37 £. , des Olivier Cromwell,Lord Protector zwischen zwei Pfeilern zu 33:£. 7Sh., und weiter noch